Die Vorsitzende des kroatischen Arbeitgeberverbandes Gordana Deranja (Foto: HRT) Die Vorsitzende des kroatischen Arbeitgeberverbandes Gordana Deranja (Foto: HRT)

"Die Frage ist, wie die Wirtschaft nach dreimonatiger staatlicher Hilfsmaßnahmen aussehen wird. Wir sind zufrieden mit der bisherigen Reaktion der Regierung, aber wie es geht es weiter? Wir wissen, dass Kroatien eine Rezession bevorsteht und wir wollen klar definierte Positionen haben, damit wir uns anpassen und bestehen können," erklärte Gordana Deranja und fügte hinzu:

"Wir haben hohe Steuerabgaben und unsere Exporte sind gefährdet. Die touristische Saison muss zudem gerettet werden. Wir müssen von der Regierung in Erfahrung bringen, wie sie diese Herausforderungen bewerkstelligen möchte bevor das Parlament aufgelöst und der Wahlkampf für die Parlamentswahl beginnt.

Deranja stimmt mit der Meinung des Vorsitzenden der Gewerkschaft der Verkehrsteilnehmer Siniša Mihelić überein, dass wieder jetzt nur über die kommende Parlamentswahl geredet werde und nicht über die Wirtschaft. Doch die Coronakrise bringe auch Möglichkeiten mit sich.

"Die heimische Landwirtschaft und Arzneimittelproduktion könnten revitalisiert werden, doch wenn wir die Wirtschaft weiterhin zu sehr belasten und zum Populismus zurückkehren, wird sich in Kroatien nichts ändern, betonte Deranja.

(Quelle: HRT)