Verteidigungsminister Damir Krstičević (Foto: Miranda Cikotic / PIXSELL) Verteidigungsminister Damir Krstičević (Foto: Miranda Cikotic / PIXSELL)

Kroatien und einige andere NATO-Mitgliedstaaten haben Ende Oktober von den USA und der NATO in Brüssel so gut wie ein Ultimatum erhalten, einen Plan in sechs Wochen auszuarbeiten, wie die erforderliche Mindestzuteilung von zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes für die Verteidigung erreicht werden kann. Verteidigungsminister Damir Krstičević hat am Montag bestätigt, dass ein entsprechender Aktionsplan ausgearbeitet wurde. Der Plan wurde im Verteidigungsausschuss des Parlaments am Montag erörtert. Der Generalstabschef der kroatischen Streitkräfte Mirko Šundov ist der Ansicht, dass die Entwicklung aller Streitkräfte gleichgestellt gewährleistet werden muss:

"Wir sind zufrieden und ich glaube, dass dieser Plan nach und nach realisiert werden kann. Von besonderer Bedeutung sind die 20 Prozent der bereitgestellten Haushaltsmittel für die Modernisierung des Militärs."

Premierminister Andrej Plenković und Verteidigungsminister Krstičević werden Kroatien am Mittwoch und Donnerstag auf dem NATO-Gipfel in London vertreten, wo sie offiziell dazu verpflichten werden, den Beitrag Kroatiens zum NATO-Bündnis in den nächsten fünf Jahren auf zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes zu erhöhen. Bis 2024 wird das Land schätzungsweise 9,4 Milliarden Kuna pro Jahr für Verteidigung ausgeben.

Dies bedeutet, dass Kroatien die Verteidigungsausgaben um 40 Prozent erhöhen wird, da derzeit 6,7 Milliarden für Militärausgaben vorgesehen sind, was 1,68 Prozent des Bruttoinlandsproduktes entspricht.

(Quelle: HRT)