Premier Plenković beim Rundgang der Ausstellung (Foto: vlada.hr) Premier Plenković beim Rundgang der Ausstellung (Foto: vlada.hr)

Die Ausstellung beschäftigt sich mit dem Leiden der Juden im Zweiten Weltkrieg. Als Ausstellungsort wurde das Gebäude gewählt, vor dem Juden zusammengetrieben wurden, um im Zweiten Weltkrieg in Eisenbahnwaggons in Vernichtungslager deportiert zu werden.

Bei der Eröffnungszeremonie der Ausstellung die vom kroatischen Geschichtsmuseum vorbereitet wurde, erinnerte der Premier an den Gedenktag anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau, an dem internationalen Gäste und Zeitzeugen teilnahmen. Alle Teilnehmer waren sich einig im Kampf gegen Antisemitismus und Faschismus sowie bezüglich der Botschaften an die verstorbenen und überlebenden Opfer.

Plenković fügte hinzu, dass die Erinnerung an diese Verbrechen der Menschheit auch eine Warnung vor den dort begangenen Gräueltaten sei. Unsere Generation, die trotz allem vor drei Jahrzehnten Kriegsgräueltaten und das Wiederauftauchen ethnischer Säuberungen auf europäischem Boden erlebt hat, habe eine zusätzliche Verantwortung, abgesehen von der Verurteilung solcher wahnsinnigen Taten, in denen die Verneinung der Menschlichkeit gipfelte, fügte er hinzu.

Dreh- und Angelpunkt der Ausstellung ist die Zeit des Unabhängigen Staates Kroatien (NDH) ein Ort, an dem besonders Juden aus Zagreb und anderen kroatischen Regionen zu leiden hatten. „Hier wurden sie zusammengetrieben um in Eisenbahnwaggons in Konzentrationslager deportiert zu werden, nicht nur nach Auschwitz, sondern auch in andere Lager, insbesondere nach Jasenovac“, erklärte der Premier. Er betonte, dass solche Dinge nicht in Vergessenheit geraten dürfen und dass das Vergessen dieser Verbrechen die Verneinung von Mensch und Menschlichkeit bedeutet.

Der Direktor des Museums, Matea Brstilo Rešetar, erklärte, es sei "die Pflicht dieses Museums, als nationale und spezialisierte Institution Themen wie den Holocaust herauszustellen".

Einer der Redner bei der Eröffnungszeremonie war Oleg Mandić, der die Deportation von Zagreb in eines der Konzentrationslager überlebte.

Die vom kroatischen Geschichtsmuseum auf Vorschlag des kroatischen Kulturministeriums organisierte Ausstellung läuft bis zum 21. April.

Quelle: Hina