Museum der Region Trilj (Foto: Ivana Perkovac / Glas Hrvatske) Museum der Region Trilj (Foto: Ivana Perkovac / Glas Hrvatske)

Die Einwohner von Trilj setzen auf den Tourismus und die Vermarktung des dalmatinischen Hinterlandes. Wer auf der Suche nach besseren Jobs nicht nach Deutschland oder Irland ausgewandert ist, nennt seine Region "Himmel auf Erden". Dies wurde auch von Touristen erkannt, die zunehmend weniger entwickelte mediterrane Umgebungen suchen, um der Hektik ihres stressigen Lebens zu entfliehen. Ihre Zuflucht finden sie oft in den "Ferienhäusern" der Zagora-Region im dalmatinischen Hinterland, die meistens ausgebucht sind. Die beliebtesten "Ferienhäuser" sind diejenigen, denen es gelungen ist die Originalität und den Geist der Vergangenheit zu bewahren. In den Kulturtourismus wird investiert. Das neue Stadtmuseum befindet sich in einem ehemaligen Kloster.

Oft verschenken die Einheimische dem Stadtmuseum verschiedene alte Gegenstände aus ihren Haushalten, wie Kaffeemühlen, Nähmaschinen, Kleidung oder Geschirr. Laut der Haushälterin des Museums Zdravka Roguljić, fängt alles am Kamin an.

„Jeden Abend gab es Grünkohl und Speck auf der Pfanne. Ein bisschen Fleisch wurde am Donnerstag und Sonntag gekocht, das hat mir meine Großmutter erzählt, mit ein wenig Kohl oder Bohnen, in einer runden Holzschale vermischt und so wurde es am Herd gegessen. Wie wir heute hatten sie rudimentäre Mischer, Kaffeemühlen und viele Dinge wurden von Hand gerollt. Hier ist eine Kanne für die Herstellung von Butter oder Joghurt. Das hier ist, wie Milch gesammelt wurde, um Butter herzustellen. Hier haben wir einen massiven Baumstamm. Man kann sehen, wie lange es gedauert haben muss, um das Innere auszuhöhlen, aber er diente als Kühlschrank. Wenn sie im Winter eine Ziege, ein Schaf, ein Schwein oder etwas anderes geschlachtet haben, legten sie das Fleisch dort hinein, um es zu schützen. Unser Museum mag klein sein, aber wir haben alles und wir sind unseren Wohltätern und Spendern für alles, was sie uns gegeben haben, dankbar. Wenn wir zu meiner Heimatstadt Ugljan gefahren sind, fragten uns die alten Frauen immer, wann wir wieder zurückkommen würden. Sie gaben uns all ihre alten Dinge und sagten: Nimmt sie, damit sie nicht verfallen. Und deshalb haben sie uns all diese Dinge gespendet."

Weberei (Foto: Ivana Perkovac / Glas Hrvatske)

Die Kuratorin des Museums Mara Radman sagte, dass die Bewohner von Trilj Gegenstände freiwillig gespendet haben, als sie von der Eröffnung eines Museums in ihrer Stadt gehört hatten.

„Das Ziel dieses Museums ist es, alle Objekte aus Trilj und der Region Trilj zu sammeln, die ihren eigenen Wert als Denkmal haben. Daher ist es das Ziel des Museums, diese Objekte zu bewahren, zu verarbeiten und schließlich der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die überwiegende Mehrheit der Exponate stammt aus dem ersten Jahrhundert nach Christus, als im römischen Militärlager Tilurium in Gradun etwa 5000 Soldaten der römischen Legion stationiert waren. Es gibt prähistorische Funde im Museum, die in dieser Vitrine aufbewahrt werden: Töpfe aus der Mittelbronze- und Eisenzeit, die in den Baracken des römischen Militärlagers gefunden worden sind, sowie eine hohle Axt, die auf etwa eintausend Hundert Jahre vor Christus datiert wurde. Für uns als Kuratoren ist es wichtig, dass Trilj in prähistorischer Zeit bereits erwähnt wurde, durch Plinius den Älteren, einen alten römischen Schriftsteller. Wir wissen, dass Trilj Illyrische Wurzeln besitzt und diese prähistorischen Artefakte zeugen davon. Wir wissen, dass es einen Illyrischen Ringwall bei der heutigen Kirche St. Peter gab, nur etwa 400 Meter von der Militärfestung entfernt. Von diesem Punkt gibt es einen herrlichen Blick auf das gesamte Gebiet von Trilj, den Fluss Cetina und die umliegenden Felder. Die Illyrer haben bereits die Bedeutung des gesamten Gebiets erkannt: die Hügel, das Wasser und das Ackerland."

Alter Koffer (Foto: Ivana Perkovac / Glas Hrvatske)

Die Einheimischen sagen, dass es am besten sei, die Quelle des sanften Flusses Grab zu besuchen. Sie nennen ihn den Zufluchtsort für die Seele. Abgesehen von den heilenden Eigenschaften des Heilbades und des Schlamms, die schon die alten Römer benutzten, ist der Fluss seit Jahrhunderten für seine felsigen Wasserfälle und Mühlen bekannt sowie für die vielen Volkslieder, die auf den alten Steinbrücken komponiert worden sind.