Aus der Austellung "50 Jahre kroatischer Frühling" (Foto: HTV / HRT) Aus der Austellung "50 Jahre kroatischer Frühling" (Foto: HTV / HRT)

Viele Akteure sowie ihre Nachkommen erinnerten sich heute an die Reformbewegung der frühen 1970er Jahre, als man in Kroatien mehr Rechte und Autonomie innerhalb Jugoslawiens forderte.

„Ich stand damals am Anfang meines Studiums und das war mein erster Kontakt mit der Politik. Das war eine Zeit des Idealismus. In gewisser Weise war es der Beginn, wenn auch erfolglos, dessen, was in den neunziger Jahren mit der Gründung der Republik Kroatien klappte“, erzählte uns Ljerka Mintas Hodak, Rechtsanwältin und Politikerin.

Ein wichtiges Ereignis das die Dinge in Gang brachte, war die Deklaration über die Bezeichnung und Stellung der kroatischen Schriftsprache („Deklaracija o nazivu i položaju hrvatskog književnog jezika“) aus dem Jahr 1967. Diese richtete sich gegen eine als zentralistisch empfundene jugoslawische Sprachpolitik und die damit verbundene Benachteiligung der kroatischen Schriftsprache gegenüber der serbischen. Die Deklaration wurde im März 1967 von zahlreichen kroatischen kulturellen Organisationen, darunter der Matica hrvatska und dem kroatischen PEN-Club, unterzeichnet und veröffentlicht.

(Quelle: HRT)