Der stellvertretender Generalstaatsanwalt der Antikorruptionsbehörde USKOK Sven Mištković (Foto: HRT) Der stellvertretender Generalstaatsanwalt der Antikorruptionsbehörde USKOK Sven Mištković (Foto: HRT)

Staatsanwälte der Anti-Korruptionsbehörde USKOK wollen Zdravko Mamić zu einem zweiten Prozess nach Kroatien zurückbringen. Mamić floh 2018 nach Bosnien-Herzegowina, da er eine doppelte Staatsbürgerschaft besitzt, kurz bevor er wegen Korruption verurteilt worden ist. Mamić wurde zu sechseinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.

Ihm und sechs anderen Personen wird in der zweiten Anklage vorgeworfen, 27 Millionen Euro aus Dinamo unterschlagen zu haben.

Die Gruppe hat dies angeblich durch fiktive Verträge zwischen Dinamo Zagreb und mehreren ausländischen Unternehmen und durch Quittungen für Dienstleistungen im Zusammenhang mit Spielertransfers vollzogen, die niemals erbracht worden sind. Im Rahmen dieser Verträge musste Dinamo zusätzlich 7,35 Millionen Euro zahlen.

Der stellvertretende Generalstaatsanwalt der Anti-Korruptionsbehörde USKOK Sven Mištković sagte heute zu Journalisten in Zagreb: „Wir werden seine Auslieferung aus Bosnien-Herzegowina im Rahmen des Abkommens beantragen, das Kroatien mit diesem Land unterzeichnet hat. Wir erwarten Zdravko Mamić bald zu sehen. Vielen Dank!"

Eine vorbereitende Anhörung soll innerhalb der nächsten zwei Monate stattfinden.

(Quelle: HRT)