Illustration (Foto: Marko Lukunic/PIXSELL) Illustration (Foto: Marko Lukunic/PIXSELL)

Der Präsident des Verfassungsgerichts Zvonimir Šeparović erklärte für die Presse, dass die Sozialämter die Entscheidung des Gerichts hätten respektieren müssen. Alle Behörden, einschließlich der Sozialämter Zagreb müssen das Gesetz nun für alle gleichermaßen anwenden, also auch diese Paare in Betracht ziehen und prüfen ob sie alle Bedingungen erfüllen."

Während der Verein „Dugine Obitelji“, zufrieden mit der Entscheidung des Verfassungsgerichts ist, sehen andere Verbände den Schutz der Kinder  als nicht gewährleistet. Željka Markić vom Verein „U ime obitelji“ betonte, dass das Verfassungsgericht nicht nur den Kindern schadet, sondern auch der Demokratie. „Das Gericht hat sich ein Recht rausgenommen, welches es nicht innehat. Und zwar ein Gesetz absolut falsch zu interpretieren“, so Markić.

Daniel Martinović vom Verein „Dugine Obitelji“ sieht es ähnlich wie der Abgeordnete Peđa Grbin aus der SDP. Dies sei ein historischer Moment und öffnet die Türen im weiteren Kampf um Gleichberechtigung. „Das ist eine Maßnahme, die die Grundsätze der Verfassung Kroatiens umsetzt und gewährleistet, dass alle Bürger vor dem Gesetz gleich sind“, sagte Grbin bei einer Pressekonferenz.

Auch das Parlament ist über den Beschluss des Verfassungsgerichtes geteilter Meinung. Selbst die regierende HDZ betonte, dass diese Entscheidung nicht ihrer Weltanschauung entspricht. Branko Bačić sagte, dass die Entscheidung respektiert werden muss, jedoch nicht der Weltanschauung der HDZ entspricht. Nikola Grmoja aus der MOST Partei sieht es ähnlich. Er erklärte entschlossen, dass er gegen die Entscheidung des Gerichts sei. „Die Interessen der Kinder müssen im Vordergrund stehen und jedes Kind hat ein Anrecht auf einen Vater und eine Mutter“, so Grmoja.

Quelle: HRT