Illustration (Foto: HRT) Illustration (Foto: HRT)

Die Aktion der kroatischen Armee und der Spezialeinheiten der Polizei begann am 04.08. 1995 um fünf Uhr. Alle serbische Bürger wurden vom damaligen Präsidenten Franjo Tuđman aufgefordert in Kroatien zu bleiben. Am frühen Abend des 4. August wurde die Öffentlichkeit darüber informiert, dass die Aktion planmässig verlief.

An diesem Abend wurde Sveti Rok befreit. Der grösste Erfolg der Operation wurde in den Morgenstunden am 5. August erzielt, als Mitglieder der 4. und 7. Gardebrigade der kroatischen Armee, das Symbol des serbischen Aufstands Knin befreiten. Um 12 Uhr wurde an der Knin-Festung die kroatische Flagge gehisst.

Neben Knin wurden in der Aktion die Ortschaften Gračac, Lovinac, Benkovac, Kijevo, Vrlika, Primišlje bei Slunj und Dubica befreit und die kroatischen Streitkräfte erreichten die international anerkannte Grenze zwischen Kroatien und Bosnien und Herzegowina.

Mit der Operation Storm ermöglichten die kroatischen Streitkräfte der Armee von Bosnien und Herzegowina, die serbische Belagerung von Bihaća zu durchbrechen. So trafen sich am 6. August der Generalmajor der kroatischen Streitkräfte Marijan Mareković und General des 5. Korps der bosnischen Armee Generalmajor Atif Dudaković an der Grenze.

Am selben Tag befreiten die kroatischen Streitkräfte Plaško, Lički Osik, Vrhovine, Obrovac, Korenica, Slunj und Plitvice und am 7. August kündigte der kroatische Verteidigungsminister Gojko Šušak das Ende der Operation Sturm.

Die Kapitulation des Oberst Čedomir Bulat, dem Kommandeur des 21. Korps der serbischen Armee von Krajina, bedeutet das Ende des operativen Teils dieser militärpolizeilichen Operation, aber auch das Ende des Krieges in Kroatien, obwohl die militärischen Aktivitäten fortgesetzt wurden. In nur 84 Stunden befreiten die kroatischen Streit- und Polizeikräfte mit rund 200.000 Mitgliedern fast ein Fünftel des Staates.

Nach Angaben des kroatischen Unabhängigkeitskriegsdokumentationszentrums wurden in der Operation Sturm 196 Angehörige der kroatischen Streitkräfte getötet und mindestens 1.100 verletzt.