Premierminister Andrej Plenković (Foto: HRT) Premierminister Andrej Plenković (Foto: HRT)

Premierminister Andrej Plenković kommentierte das Thema in Brüssel, wo er an einer Tagung des Europäischen Rates teilnimmt.

„Derzeit müssen wir uns über alles Gedanken gemachen. Über den Schiffsbau, die Arbeitnehmerrechte, die politische, wirtschaftliche, finanzielle, soziale, regionale und europäische Weite. Schließlich müssen wir wichtige Entscheidungen treffen, bei denen das ganze Bild nicht außer Acht gelassen werden darf. Priorität hat die Konsolidierung des Haushaltes."

Aus Unzufriedenheit mit der Antwort der Regierung, haben die Gewerkschaften in Pula den nächsten Streik angekündigt. Nachdem die Arbeiter den Eingang der Werft verschlossen haben, appellieren sie an die Regierung die Entscheidung noch heute zu treffen.

Gewerkschafter Boris Cerovac betonte, dass alle Anwesenden arbeiten möchten.

„Wir betonen nochmals! Entscheidet so schnell wie möglich. Wir haben überhaupt keine Zeit mehr. Wir wollen heute eine Antwort. Wir wollen nicht, dass die Schiffe wo anders produziert werden. Wir möchten sie fertigstellen", erklärte er.

Ähnlich wie in Pula sieht es auch in Rijeka aus. Hier werfen die Gewerkschaften, angeführt von Juraj Šoljić, der Regierung Untätigkeit vor.

„Wir sind durch die Untätigkeit der Regierung in dieser ausweglosen Situation. Ihr tut nichts. Sollen wir denn alle Kroatien verlassen. Das ist unsere Heimat und nicht eure und diese Leute hier wollen hier bleiben und arbeiten. Trefft endlich eine Entscheidung, egal wie diese ausfällt."

Der Vorsitzende der SDP, Davor Bernardić betonte, dass der Schiffsbau gerettet werden kann, jedoch nicht von dieser Regierung. Er betonte, dass diese Regierung nur Steuergelder verschwende.

„Es ist möglich die Werften Uljanik und 3. Mai sowie die Arbeitsplätze zu retten. Vor allem da die 3.Mai Schuldenfrei teil der Uljanik Gruppe wurde. In diese Richtung sollte man gehen. Sofern die Rettung der Werften nach dem System der HDZ geschehen soll, sehe ich keine Chance. Denn man kann nicht dem strategischen Partner dienen und ihm Steuergelder aushändigen die er dann nicht für die Werften nutzt, sondern die Arbeiter vertreibt und Häfen und Hotels baut."

Quelle: HRT