Justizminister Dražen Bošnjaković (Foto: HRT) Justizminister Dražen Bošnjaković (Foto: HRT)

Justizminister Dražen Bošnjaković erklärte für die Presse was der nächste Schritt sein werden.

"Zunächst kommt er für einige Wochen in das sogenannte Diagnose Zentrum. Dort wird er physisch wie auch psychisch gründlich untersucht werden. Auf Grundlage dieser Ergebnisse soll dann entschieden werden, in welcher Einrichtung er die Strafe absitzen soll.“

Sein Rechtsbeistand Anto Nobilo hingegen betonte, dass der Fall noch nicht vom Tisch sei, da sie vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte geklagt hätten. „Das Recht meines Mandanten auf einen fairen Prozess war nicht gegeben.“ Ausserdem sei man auch vor das Verfassungsgericht gezogen, denn die 30 Jahre Haft seien ebenfalls nicht annehmbar. „Das kroatische Gericht hätte das Strafmaß anwenden sollen, welches galt als die Tat begangen wurde", erklärte er abschließend.

"Fakt ist, dass die kroatischen Institutionen den Geheimdienst schützen sollten, ungeachtet dessen wer gerade Premier ist", sagte Krešo Beljak aus der Partei HSS. Während Anka Mrak - Taritaš aus der GLAS Partei hoffe, dass mit seiner Auslieferung und Inhaftierung all das endlich vom Tisch sei.

Nikola Grmoja aus der MOST Partei hofft ebenfalls nun endlich nach vorne in die Zukunft sehen zu können. "Unsere Aufgabe ist es endlich einen Punkt hinter diese Zeit zu setzen. Wir müssen und klar machen, dass das damalige Regime Attentate und Auftragsmorde Andersdenkender beauftragt hat damit wir endlich nach vorne sehen können."

Quelle: HRT