Kolinda Grabar-Kitarović (Foto: HRT) Kolinda Grabar-Kitarović (Foto: HRT)

Im Interview für den kroatischen Rundfunk wurde sie auch zum Besuch des israelischen Präsidenten und dem damit verbundenen Besuch Jasenovacs befragt. Wir erinnern: die jüdische Gemeinde nimmt seit bereits drei Jahren nicht mehr an der offiziellen Gedenkfeier teil. Auf die Frage wie diese Spaltung gelöst werden soll sagte sie:

„Es ist schwierig und das habe ich auch dem israelischen Präsidenten gesagt. (…) Was die Gedenkfeiern an geht tut es mir leid, dass diese für Auseinandersetzungen genutzt werden. Ich nehme an diesen nicht teil, da für mich Jasenovac ein sehr emotionaler Ort ist und wie ich bereits bei meiner gestrigen Rede sagte, (…) möchte ich den Opfern in Stille gedenken. Natürlich verurteile ich jede Art von Manipulationen der Opferzahlen. Ich hoffe, dass es nächstes Jahr geling, im Zeichen der Einigkeit eine gemeinsame Gedenkfeier zu organisieren, zu welcher dann auch ich kommen würde.“

Seit dem beherzten mitfiebern, mitfeiern und trösten bei der Weltmeisterschaft in Russland ist die kroatische Präsidentin auch weltweit ein Hit. Sie wurde zu über 70 Interviews weltweit eingeladen.

„Ich wusste nicht, dass dies solche Wellen schlagen würde. Dennoch muss ich sagen, dass ich darüber sehr froh bin. Denn ich glaube, dass wir in Kroatien auch begreifen müssen, dass wir etwas moderner werden müssen und ein Teil der globalen Trends sein sollten. Die Leute möchte von uns auch die menschliche Seite sehen. Unsere Stärken und Schwächen.“

Gemäß moderner Protokolle sei das Zeigen von Emotionen erlaubt und somit widersprach sie denen die sie für ihren Besuch der Umkleidekabine kritisierten.

„Wann sonst hätte ich als Präsidentin die Gelegenheit gehabt den Jungs zu ihrem Sieg zu gratulieren? Ihnen zu Danken. (...) Vor allem bei einer Sportveranstaltung sollte es doch erlaubt sein seine menschliche Seite zu zeigen. Auch nach dem einwandfreien Empfang der Mannschaft, an dem über eine halbe Millionen Menschen teilgenommen hat und es zu keinem Zwischenfall kam, haben wir der Welt demonstriert, dass wir ein souveräner und sicherer Staat sind.“.

(Quelle: HRT)