Tourismusminister Gari Capellli (Foto: Patrik Macek/PIXSELL) Tourismusminister Gari Capellli (Foto: Patrik Macek/PIXSELL)

Bei der ersten Jahreskonferenz des CROSTO Observatoriums, eine gemeinsame Veranstaltung des Tourismusministeriums und des Instituts für Tourismus, wurde über die Bedeutung des Zusammenlebens der lokalen Bevölkerung mit der Tradition, Kultur und allem was der Tourismus mit sich bringt, diskutiert. "Wir müssen uns erst daran gewöhnen, dass wir ein touristisches Jahr haben, das heißt die Saison zu verlängern und die Qualität sowie die Preise  erhöhen. Durch den Tourismus werden viele Dienstleistungen und die Infrastruktur erheblich verbessert, was zur Lebensqualität aller Bürger beiträgt. Daher muss im modernen Tourismusmanagement der Schwerpunkt auf verantwortungsbewusstem Tourismus gelegt und Nachhaltigkeitsindikatoren gemessen werden“, sagte Minister Cappelli

Er fügte hinzu, dass möglichst viele Reiseziele in die Messung der Nachhaltigkeit einbezogen werden sollten. "Die Einbeziehung in die Messung der Nachhaltigkeit bringt ganz spezifische Vorteile für das Reiseziel. Bereits letztes Jahr sagten wir, dass wir aus allen Nähten platzen und die Schlinge wird immer enger. Die Städte versuchen den Tourismus etwas einzudämmen, jedoch läuft ist bereits im Juni die Hochsaison.“ Nachhaltigkeit ist laut Cappelli nicht nur ein umweltfreundliches Geschäft, sondern auch ein verantwortungsbewusster Umgang mit allen Prozessen in den Orten, die letztendlich zur Erhaltung des Erbes durch bessere Verteilung auf das ganze Jahr und bessere Beschäftigung beitragen und den Bürgern und lokalen Gemeinschaften größere sozioökonomische Vorteile bringen.

Wichtig ist, dass jede Gemeinschaft eine eigene Tourismusstrategie, die auf den Grundparametern einer nachhaltigen und verantwortungsbewussten Entwicklung basiert und Einheimische sowie den öffentlichen und privaten Sektor einbezieht, entwickelt. Das Ministerium wird nächstes Jahr Projekte im Bereich der nachhaltigen Entwicklung mitfinanzieren“, sagte er abschliessend.

Der Direktor des Zentralen Statistikamtes, Marko Štritof, erklärte, dass dieses Institut zusammen mit dem Tourismusinstitut an einer Satellitenberechnung für Tourismus arbeitet, das genaue Daten zum Anteil des Tourismus und damit zusammenhängender Aktivitäten am BIP liefern wird. Die Veröffentlichung dieser Daten ist für Anfang Dezember geplant.

Die Vertreterin des Instituts für Tourismus Izidora Marković Vukadin ist überzeugt, dass es an der Zeit ist, die Nachhaltigkeit des Tourismus kontinuierlich zu messen. Laut Marković Vukadin sind Dubrovnik, Novalja und die Plitwicer Seen derzeit vom massenhaften Tourismus am meisten betroffen.

Igor Kreitmeyer aus dem Ministerium für Umweltschutz und Energie, wies darauf hin, dass der Druck der Touristen in einigen Gegenden zu hoch ist. Das Problem liege in der sogenannten Saisonalität. Folglich kommt eine grosse Anzahl von Menschen innerhalb einer kurzen Zeit an den relativ engen Küstengürtel. Abschließend sagte er, dass die Nationalparks in Kroatien im vergangenen Jahr mehr als 4 Millionen Gäste besuchten, was ebenfalls ein großes Problem darstelle.

Quelle: HRT