Illustration (Foto: Hrvoje Jelavic/PIXSELL) Illustration (Foto: Hrvoje Jelavic/PIXSELL)

In der kriminalistischen Ermittlung wurde festgestellt, dass mehrere kroatische, slowenische, serbische und bosnisch-herzegowinische Staatsbürger von Anfang Juni bis zum 27. August Migranten aus Bosnien-Herzegowina über die Staatsgrenze  nach Kroatien und weiter nach Slowenien und in andere EU-Mitgliedstaaten geschmuggelt haben. Unter den Schmugglern waren drei kroatische Staatsbürger im Alter von 65, 31 und 36 Jahren. 

Die Schmuggler hatten die Migranten in der Nähe von Sisak und der Like an der Grenze zu Bosnien-Herzegowina aufgesammelt und nach Absprache mit einem Automobil oder Kombi in der Nähe der slowenischen Grenze nach Rijeka oder Istrien gebracht. Auf diese Weise wurde in 11 Transporten aus Bosnien-Herzegowina insgesamt 87 Personen nach Kroatien gebracht. Für diese Leistung erhielten die Schmuggler von den Migranten insgesamt mindestens 50.000 Kuna, umgerechnet ca. 7000 Euro. 

"Wir haben eine sehr große Anzahl von Personen erfasst, die sich mit der Organisation des Schmuggels befasst haben. Wir haben viele Beweise gesammelt, damit wir sie der Staatsanwaltschaft vorlegen können. Insbesondere die Anti-Korruptions-Behörde USKOK hat uns sehr viel geholfen, damit wir so viele Beweise wie möglich sammeln konnten, die auf eine gute Organisation des Migrantenschmuggler-Rings hinweisen", sagte der Leiter der Abteilung für organisierte Kriminalität der Polizeistation in Istrien Val Gržetal. 

Ermittlungen gegen den Migrantenschmuggler-Ring sind auch in Slowenien und Bosnien-Herzegowina eingeleitet worden.