Illustration, (Foto: HRT) Illustration, (Foto: HRT)

In Kroatien wurde heute der Tag des antifaschistischen Kampfes in Erinnerung an den Aufstand der Antifaschisten gegen die Deutschen und Italienischen Eroberer im 2. Weltkrieg begangen.

Am 22. Juni 1941 wurde die erste bewaffnete Partisaneneinheit in der Nähe von Sisak aufgestellt.

In dem dortigen Wald von Brezovica fand heute auch eine Gedenkzeremonie statt, an der unter anderem auch der kroatische Justizminister Dražen Bošnjaković teilnahm. 

Der Justizminister betonte, dass der Antifaschismus ein Lichtblick der kroatischen Geschichte sei und die Grundlage für die Bildung der kroatischen Staatlichkeit darstelle.

Dies unterscheide ihn vom Unabhängigen Staat Kroatien, der auf Unheil und Ungerechtigkeit beruhte, stellte Bošnjaković klar.

Der kroatische Premierminister Andrej Plenković und Parlamentspräsident Gordan Jandroković waren in Brezovica nicht zugegen.

Auf ihren offiziellen Facebook- Account gratulierten sie jedoch gestern Abend den kroatsichen Bürgern zum Tag des antifaschistischen Kampfes.

Die kroatische Präsidentin Kolinda Grabar- Kitarović tat dies heute.

Auf ihrem offiziellen Facebook-Account schrieb sie: "Allen kroatischen Bürgern gratuliere ich heute am 22. Juni zum Tag des antifaschistischen Kampfes. Ein großer Teil des kroatischen Volkes und auch Bürger anderer Nationalitäten traten für den antifaschistischen Widerstand gegen die Besetzung durch die Achsenmächte im Zweiten Weltkrieg ein. Mit den Beschlüssen des Antifaschistischen Landesrats der Volksbefreiung Kroatiens (ZAVNOH) war der in der ehemaligen Staatengemeinschaft gegründete Bundesstaat Kroatien Ausdruck der Kontinuität und des Bestrebens der kroatischen Antifaschisten, die kroatische Staatlichkeit zu bewahren und bildete die rechtliche Grundlage für die Verkündigung und internationale Anerkennung der unabhängigen Republik Kroatien, die wir im kroatischen Unabhängigkeitskrieg als historischen Ausdruck des anhaltenden Strebens des kroatischen Volkes nach einem unabhängigen Staat verteidigt und befreit haben."

In Brezovica war auch der frühere kroatische Premierminister Zoran Milanović anwesend.

Die Gedenkfeier nutzte er für seinen ersten öffentlichen Auftritt nach langer Pause.

Der Sozialdemokrat betonte Journalisten gegenüber: "Ich kehre  ins öffentlichen Leben zurück. Die Gedenkfeier war zufällig mein erster öffentlicher Auftritt."