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Die wichtigste Schlussfolgerung des neuen SOA-Berichts ist es, dass Kroatien sicher und stabil ist.

"Bei all den Sicherheitsherausforderungen, denen wir gegenüberstehen, gibt es derzeit keine Hinweise auf schwerwiegende Verstösse gegen die nationale Sicherheit und die demokratische Verfassungsordnung", heisst es in dem SOA-Bericht.

Laut SOA werden die Sicherheitsherausforderungen immer vielfältiger und die COVID-19-Pandemie wird auch die globale Sicherheit beeinträchtigen.

Die geopolitische Konkurrenz der Grossmächte ist immer ausgeprägter und die Aufklärungsaktivitäten und Cyber-Attacken einigen Ländern nehmen zu. Aufgrund solcher Angriffe verhängte die Europäische Union im Juli erstmals Sanktionen.

"Sanktionen sind die Reaktion der EU auf Cyber-Angriffe, die sich negativ auf die europäische Sicherheit und Wirtschaft ausgewirkt haben. Die Sanktionen richten sich gegen sechs Personen und drei Institutionen aus Russland, China und Nordkorea", vermeldet SOA.

Kroatien blieb von Cyber-Angriffen nicht verschont. 2019 entdeckte und stoppte das SOA-Zentrum für Cyber-Technologien fünf Cyber-Angriffe, darunter auch Angriffe auf das Verteidigungsministerium und das Aussenministerium.

Auch die terroristische Bedrohung ist immer noch vorhanden und SOA sieht ein besonderes Risiko in der Rückkehr der ISIL-Kämpfer aus Syrien.

Im Jahr 2019 kehrten 136 Menschen in die Länder der südöstlichen Nachbarschaft Kroatiens aus Syrien zurück, von denen mindestens 12 ISIL-Kämpfer sind. Laut SOA ist die südöstliche Nachbarschaft Kroatiens immer noch durch religiösen und nationalistischen Extremismus belastet.

Die organisierte Kriminalität ist in Südosteuropa nach wie vor stark und diese Gruppen sind gut mit Kriminellen aus Kroatien vernetzt, mit denen sie beim Schmuggel von Betäubungsmitteln, Waffen und Menschen in die EU zusammenarbeiten.

Die Korruption in staatlichen Institutionen ist laut SOA eine ernsthafte Bedrohung für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes.