Illustration (Foto: HRT) Illustration (Foto: HRT)

Diese Aktion soll den Beginn der Kampagne "16 Tage Aktivismus, gegen Gewalt an Frauen" einläuten. Die Aktion heißt "eine von drei", denn laut Organisatoren erlebt eine von drei Frauen auf der Welt, eine Form der Gewalt.

Anamarija Drođžan-Kranjčec aus dem Verein Ženska soba (Frauenzimmer) betonte, dass in Relation zu einem gemeldeten Vergewaltigungsdelikt 15 bis 20 Delikte nicht gemeldet werden. Während es bei häuslicher Gewalt so ist, dass auf einen gemeldeten Vorfall zehn nicht gemeldete kommen.

„Diese öffentliche Aktion ist ein Mittel um die Öffentlichkeit zu sensibilisieren und um die Opfer zu ermutigen sich Hilfe und Unterstützung zu holen und die Delikte zu melden“ sagte sie abschliessend.

Dr. Sc. Maja Mamula, ebenfalls aus dem Verein Ženska soba sagte in einer Fernsehsendung des kroatischen Rundfunks, dass sie innerhalb ihrer 25-jährigen Tätigkeit zahlreiche Änderungen erlebt hat. Neben Gesetzesänderungen, die Entwicklung von Mechanismen zur Gleichstellung der Geschlechter sowie die Stärkung der sektorübergreifenden Zusammenarbeit.

„Aber dieses Jahr war spezifisch für etwas, von dem ich glaube, dass wir es noch nie zuvor hatten, nämlich das Wecken des Bewusstseins der Bürger durch die Initiativen „Spasi me“ und „Pravda za djevojčice“, sagte Dr. Mamula.

Durch diese Initiativen reagierte die Bevölkerung auf die Fehler im System. Erst durch die Initiative „Pravda za djevojčice“ (Gerechtigkeit für Mädchen) rückte das Thema sexuelle Gewalt in den Fokus der Öffentlichkeit.

Alles Gäste der Sendung waren sich einige, dass in der Tat sehr viel getan wurde, und es wurde ein neues Protokoll zur Behandlung von Fällen häuslicher Gewalt verabschiedet. Die eigentliche Herausforderung liegt nun in der praktischen Umsetzung.

Quelle: HRT