Ivan Penava, Bürgermeister von Vukovar (Foto: HRT) Ivan Penava, Bürgermeister von Vukovar (Foto: HRT)

Ein hitziger Austausch auf der Tagung des Stadtrats von Vukovar sorgte heute für Wirbel.

Nachdem Bürgermeister Ivan Penava argumentierte, dass noch keine Bedingungen erfüllt seien, um der dortigen serbischen Minderheit zu gewähren neben dem lateinischen Alphatet auch kyrillische Buschstaben bei amtlichen Aufschriften zu nutzen, überreichte ihm ein Mitglied des serbischen Nationalrates eine Kopie des in kyrillischer Schrift gedruckten Stadtstatuts, welches der Bürgermeister zu Boden warf.

"In unserem Land ist es klar, welches Organ ein solches Gesetz erlassen kann. Ich halte das für eine schleichende grosserbische Aggression in unserer Stadt. Vukovar wird sich einer solchen Rhetorik und Aggression von Seiten Herrn Pupovac uns seiner SDSS nicht beugen," betonte der Bürgermeister von Vukovar. 

Bezüglich dieses Ereignisses erklärte die kroatische Präsidentin, ein Großteil der Spannungen sei darauf zurückzuführen, dass Kriegsverbrechen nicht geahndet wurden, während der Premierminister argumentierte, dass bestimmte Politiker offenbar versuchten, aus dem Spannungen politische Vorteile für sich zu ziehen.