Premierminister Andrej Plenković (Foto: Foto: Toby Melville/REUTERS) Premierminister Andrej Plenković (Foto: Foto: Toby Melville/REUTERS)

Die Journalistin der Euronews betonte, dass das grüne Licht der EU Kommission für Kroatien für den Beitritt zum Schengenraum viele überraschte. Man hätte viel mehr das Gefühl als würde Europa seine Tore schliessen wollen und nicht öffnen. Premier Plenković wies darauf hin, dass das grüne Licht der Europäischen Kommission die Frucht der harten Arbeit Kroatiens der letzten vier Jahre war.

Des Weiteren betonte der Premier, dass er sicher sei, dass Slowenien den Beitritt nicht blockieren wird. „Der Grenzstreit zwischen Kroatien und Slowenien ist bereits seit 30 Jahren auf der Tagesordnung. Wenn dieses Thema eine Voraussetzung gewesen wäre für den EU Beitritt oder den Beitritt zum Schengenraum, dann wären weder Slowenien noch Kroatien Teil dieser Gemeinschaften", sagte Plenković.

Im Interview sprach der Premier auch über die aktuelle Migrationspolitik Kroatien.

„Kroatien hat 6500 voll ausgestattete Grenzpolizisten, zum Schutz der äußersten Grenzen der EU. Wir entschieden uns gegen Mauern, Barrikaden und Drahtzäune, im Gegensatz zu anderen Ländern.“ Das sei sehr wichtig für das Verhältnis zu den Nachbarländern, so Plenković weiter.

Auch die Vorwürfe die Grenzpolizei hätte in manchen Situationen unangebracht und brutal eingegriffen, wies der Premier von sich. „Wir haben immer das kroatische Recht und die höchsten Standards respektiert, aber wir schützen auch die Grenze. Wir untersuchen alle Vorwürfe, die wir gehört haben. Bisher können wir das Verhalten unserer Polizeibeamten nur loben, indem wir nicht nur die kroatischen, sondern auch die Grenzen fast aller EU-Mitgliedstaaten schützen.“

Quelle: HRT