Krešimir Sever, Gewerkschaftsführer (Foto:HRT) Krešimir Sever, Gewerkschaftsführer (Foto:HRT)

Die Regierung wird auf ihrer morgigen Kabinettsitzung über den Stand des nationalen Reformprogramms diskutieren.

Der kroatische Minister für Arbeit und Rentenwesen Marko Pavić verteidigte heute erneut sein Rentenprogramm und plädierte für die Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre.

Während die EU-Kommission das Rentenprogramm Pavićs lobte, wiederestzen sich Gewerkschaftsführer weiterhin diesem Programm und drohen mit einem Referendum zu dieser Angelegenheit.

Arbeitsminsiter Pavić betonte, dass wenn ein solches Referendum wirklich zustande kommen sollte, es das Staatsbudget bis 2040 rund 45 Milliarden Kuna kosten würde.

Die einzige Möglichkeit das Rentensystem in diesem Fall stabil zu halten, sieht der Minster entweder in der Senkung der Renten um durchschnittlich 5 Prozent oder in der Aufnahme eines Kredits von 45 Milliarden Kuna.

Gewerkschaftsführer Krešimir Sever betonte in diesem Zusammenhang: "Ich weiß nicht, wer einer solchen Rechnung glauben kann. Sie ist völlig unrealistisch. Was wir fordern und wofür wir stehen, hat absolut nichts mit der Verschuldung zu tun oder damit, dass sich das Rentensystem selbst zerstört. Dieses System funktionierte bisher einwandfrei."