Gedenkprozession in Škabrnja (Foto: Dino Stanin / PIXSELL) Gedenkprozession in Škabrnja (Foto: Dino Stanin / PIXSELL)

Am Montag war der 28. Jahrestag des Massakers von Škabrnja. Am 18. November 1991 marschierten serbische paramilitärische Einheiten mit der Unterstützung der jugoslawischen Volksarmee in das Dorf Škabrnja und Nedin ein. Dabei sind 43 Zivilisten und Kriegsgefangene ermordet worden.

Die Mehrheit der Zivilbevölkerung von Škabrnja war geflohen, während etwa 130 von der JNA gefangen geworden ist und in der Dorfschule und im Kindergarten eingesperrt waren. Andere, die in den Kellern Zuflucht gefunden hatten, wurden sofort hingerichtet. Die meisten Leichen wurden in einem Massengrab in Škabrnja beigesetzt.

Am Samstag startete das 3. mechanisierte Bataillon der kroatischen Armee zu Ehren dieser Opfer einen 75 Kilometer langen Marsch von Knin nach Škabrnja. Sie haben an der zentralen Gedenkveranstaltung am Montag in Škabrnja teilgenommen" Die Zahl der Menschen, die hier kommen wird von Jahr zu Jahr größer. Dies zeigt, dass das kroatische Volk die Stadt Škabrnja nicht vergessen hat. Wie auch immer ich mich heute fühlen mag, es ärgert mich , dass heute niemand für die hier begangenen Verbrechen zur Rechenschaft gezogen wurde. Ich befürchte, dass niemand jemals hierfür verantwortlich gemacht wird." sagte Marko Miljanić, ehemaliger Kriegskommandant bei der Verteidigung von Škabrnja.

(Quelle: HRT)