Illustration (Foto: Ivica Galovic _PIXSELL) Illustration (Foto: Ivica Galovic _PIXSELL)

"Wie traurig ist derjenige, der zu Weihnachten keinen Apfel bekommt", sagen die älteren Menschen in Hrvatsko Zagorje, denn der Apfel war schon immer ein Symbol für Gesundheit und Glück. Der Apfel symbolisierte immer die wichtigen Momente im Leben eines Menschen. So überrascht es auch nicht, dass der Apfel immer in den sozialen Beziehungen eines Menschen präsent war. Jungen Männer verschenkten der Damen ihres Herzen einen Apfel. Der Apfel sollte ein Symbol seine Liebe und seinen Glauben an diese Liebe sein. Zur Weihnachten wurde ein geschmücktes Apfel den mädchen vewschenkt.   

Am Silvesterabend wurde der Weihnachtsapfel in das kalte Wasser getaucht. Mit dem Wasser wuschen sich die Hausbewohner das Gesicht, den man glaubte, dass man danach das ganze Jahr über frisch und gesund sein wird.
Tatsächlich wissen wir alle, dass Apfel eine Art der Dame unter Früchten ist. Es ist eine Frucht, an dessen Reichtum an Geschichten oder an die Bedeutung in der Ernährung oder an die Vielfalt der Verwendungen keine andere herankommt. 

Es ist daher nicht überraschend, dass dem Apfel ein Tag gewidmet ist, der Apfel Welttag, so wird  auch in der Gemeinde Desinić in Zagorje ein Apfeltag abgehalten.
Für die Veranstaltung wurde die wunderschöne mittelalterliche Festung Veliki Tabor gewählt. Und so versammelten sich alle an diesem Tag in der Festung aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts.
Während sich die Herrscher von Veliki Tabor, wie die Grafen von Celje, Matija und Ivaniš Korvin, die Ratkajas im Laufe der Jahrhunderte veränderten, entwickelte sich die Gemeinde Desinić gleichzeitig zu einem interessanten Ort auf der Europakarte. Mit freundlichen und fleissigen Menschen hat diese malerische Landschaft nicht nur eine reiche Vergangenheit, sondern auch Grund genug, an eine reiche Zukunft zu glauben.  

Die mittelalterliche Festung Veliki Tabor (Foto: Borna Filic _PIXSELL)

In der nordwestlichen Ecke Kroatiens, in der Nähe von Slowenien, Österreich und Ungarn, ist dieser Raum die kroatische Brücke nach Europa, zu der Kroatien schon immer gehörte. Die Lage bietet den Bewohnern eine Vielzahl an Möglichkeiten. Insbesondere jungen Menschen, die diese geografische Position nutzen können, um in ihrer Heimat ein Teil der grossen Welt zu sein.

Der Bürgermeister von Desinić sagte:

"Ich bin Zvonko Škerblin, Bürgermeister von Desinić. Wir haben unsere Strategie auf den Tourismus ausgerichtet, die mit Öko-Landwirtschaft und kleinen und mittleren Unternehmen punkten will. Wir haben nicht so grosse Kapazitäten, aber wir bauen hier die Zukunft auf. Wir promovieren den Bioanbau und die Ergebnisse sehen wir bereits. Viele junge Menschen bleiben nach der Schule hier. Wir versuchen alles zu tun um die Jugend hier zu behalten. Sie erhalten von der Geburt des Kindes bis zur Uni verschiedene Zuschüsse. Wir fördern auch Projekt für den Bau von Wohnungen für junge Menschen, um bezahlbares Wohnraum zu schaffen, um den Trend, in die Grossstädte zu ziehen zu stoppen."

Der Apfel ist in Europa, Nordamerika und Zentralasien verbreitet. Vielen Arten und Sorten wachsen in grossen Obstgärten für den kommerziellen Anbau, aber auch in unzähligen privaten Gärten, Höfen und kleinen Obstgärten. 
Man findet selten ein Einfamilienhaus mit einem Garten, in dem mindestens ein Apfelbaum nicht zu finden ist. Neben den köstlichen und saftigen Früchten ist die Blüte ein wunderschöner Schmuck für die Höfe und Gärten.

Die Wichtigkeit dieser schönen Früchte belegen viele Volksmundnamen wie
crljenika, zelenika, medunika, petrovača … 

Es ist unmöglich aufzulisten, was man alles aus dieser Frucht zubereiten kann. Die berühmtesten Gerichte sind Strudel, Gibanica, verschiedene Kuchen, Torten, Marmeladen, Brandy, Saft, Wein, Apfelessig und Kompott.

Jabučjak ist ein altes Rezept, das mit Äpfeln, Milch, Maismehl und Bohnen zubereitet wird. Jabučjak wird noch heute in einigen Dörfern oder bei besonderen Anlässen zubereitet. Das alte Gericht wurde bei dem Apfeltag in Desinić von Frau Danica Firšt aus Osredak Desinićki präsentiert:  

"Von Jabučjak lebten die Menschen hier. Das Rezept ist sehr einfach. Schälen Sie die Äpfel. Schneiden Sie sie in dünne Scheiben und kochen Sie sie in einem Topf mit reichlich Wasser bis sie weich sind. Kochen Sie die Bohnen separat oder verwenden Sie die aus der Dose. Sie können weisse oder andere Bohnen nehmen. Wenn die Bohne und die Äpfel gekocht sind, kochen Sie Maismehl in die Milch, mischen Sie die Bohnen sorgfältig unter und fügen Sie dann die abgetropften Äpfel und das Salz hinzu. Jabučjak wird mit einem Löffel gegessen, er darf nicht zu dickflüssig sein. In unserer Familie essen wir es heute noch, mindestens zweimal pro Woche.