Antonio Tajani, Präsident des Europäischen Parlaments (Foto: HRT) Antonio Tajani, Präsident des Europäischen Parlaments (Foto: HRT)

Der Präsident des Europäischen Parlaments, Antonio Tajani erntete in Kroatien scharfe Kritik aufgrund unangebrachter Bemerkungen,  anlässlich einer Gedenkfeier bei Triest  - für die Opfer der sogenannten Foibe-Massaker im 2. Weltkrieg.

Tajani betonte in seiner Rede, dass tausende unschuldige Opfer, getötet wurden, nur weil sie Italiener waren und rief in die versammelte Menge: „Es lebe Triest! Es lebe das italienische Istrien! Es lebe das italienische Dalmatien, es leben die im Exil lebenden Italiener!“

Die Äußerungen des Präsidenten des Europäischen Parlaments überraschten viele Bürger und Politiker. Seine Rede wurde unter anderem auch vom slowenischen Ministerpräsidenten verurteilt. Auch der kroatische Premierminister Andrej Plenković kritisierte Tajanis Rede scharf. Tajani meldete sich letztendlich zu Wort und erläuterte im Europäischen Parlament seine Äuβerungen.

 „Ich habe über das italienische Istrien und das italienische Dalmatien gesprochen, aber das nicht im territorialen Sinne gemeint. Ich sprach über Italiener, ihre Kinder und Enkel, von denen viele an der Gedenkfeier teilgenommen haben. Sobald wir die historischen Fakten ermittelt haben, konnten wir den Frieden zwischen Kroaten, Slowenen und Italienern fördern. Sie waren in der Vergangenheit Feinde, heute sind sie Freunde und dass zeigt nur, dass die EU ein erfolgreiches Projekt ist. Es tut mir leid, wenn meine Worte falsch verstanden wurden. Es war nicht meine Absicht jemanden zu beleidigen. Ich wollte nur eine Nachricht senden, dass das, was damals passiert ist, nie wieder passieren darf," erklärte der Präsident des Europäischen Parlaments.