Entnahme eines Abstrichs für den PCR Test (Foto: Vjeran Zganec Rogulja/PIXSELL) Entnahme eines Abstrichs für den PCR Test (Foto: Vjeran Zganec Rogulja/PIXSELL)

An privaten Feiern dürfen ab Sonntag nur noch 10 Personen teilnehmen, 15 an Hochzeiten und maximal 25 an Beerdigungen. Nachtclubs und Casinos werden nun gänzlich geschlossen. Die Öffnungszeiten von Cafés, Bars und Restaurants wird auf 22 Uhr gekürzt. Der Verkauf von Alkohol ist ab Sonntag zwischen 22 Uhr und 6 Uhr morgens verboten. 

„Die Umsetzung dieser Maßnahmen wird von Mitgliedern des Zivilschutzdienstes, der Polizei, des staatlichen Inspektorats und von Einsatztruppen des Zivilschutzes kontrolliert. Die Maßnahmen auf nationaler Ebene treten am Sonntag, dem 22. November, in Kraft und gelten bis zum 15. Dezember“, erklärte Innenminister Davor Božinović.

Premierminister Andrej Plenković betonte, dass der Kurs von Anfang an konsequent war: „Die Strategie zur Bekämpfung von Covid-19 ist im Hinblick auf den Stand der Epidemie ausreichend und angemessen. Wir lassen uns von Experten und den vielen Wissenschaftlern beraten und sie unterstützen uns bei diesem Prozess. Die Maßnahmen, die wir ergriffen haben, waren ausreichend und angemessen. Ich glaube auch, dass die Maßnahmen, die wir jetzt ergreifen, dazu beitragen werden, die Ausbreitung der Epidemie einzudämmen.“ 

Laut Opposition sind die neuen Anti-Corona-Maßnahmen längst überfällig. Vor allem mit Hinblick auf die steigenden Todeszahlen. Einige Parteivorsitzende zweifeln sogar am Wissen der Experten.

„Die sogenannte Expertengruppe, oder wie auch immer, verrichtet schlechte Arbeit. Es wird mit zweierlei Maß gemessen und konsistent sind sie auch nicht. Deswegen ist diese große Planlosigkeit entstanden. Erst wurde von einer einfachen Grippe gesprochen und jetzt sind wir so weit, dass jeden Tag die Verstorbenen gezählt werden. Ebenso wie die Neuinfizierten", kritisierte Miroslav Škoro, der Vorsitzende der Heimatbewegung."

Sandra Benčić von der Partei Možemo! ist der Meinung, dass, die Anzahl der Verstorbenen eine Folge der verspäteten Reaktion der Regierung sei. "Jetzt geht es höchstwahrscheinlich weiter mit immer strikteren Maßnahmen, damit man wieder Herr der Lage wird. Aber nun haben wir Angst, dass es zu spät ist und striktere Maßnahmen früher hätten eingeführt werden müssen."

"Ich finde, dass wenigstens in den Mittelschulen der Unterricht Online stattfinden sollte. Warum auf Präsenzunterricht gepocht wird weiss ich nicht, aber fakt ist, dass viele Kinder keine Symptome entwickeln, aber das Virus übertragen können", so Domagoj Hajduković aus der SDP.

(Quelle: HRT)