Illustration (Foto: HRT) Illustration (Foto: HRT)

Das Parlament erklärte, dass Kroatien keinen Rechtsakt, das im Namen der ehemaligen Föderation handelt, als gültig anerkennt und verabschiedete auf derselben Sitzung 15 Gesetze, die für die kroatische Unabhängigkeit und Souveränität erforderlich waren.

Bereits am 25. Juni 1991 wurde der Verfassungsbeschluss über Unabhängigkeit und Souveränität verabschiedet, sein Inkrafttreten wurde jedoch auf der Grundlage der Erklärung von Brijuni vom 7. Juli, um drei Monate verschoben.

Nach dem Ablauf des Moratoriums am 7. Oktober um 15:35 Uhr feuerten JNA-Flugzeuge Raketen auf Banski Dvori, wo sich die damalige Staatsführung mit dem Präsident Franjo Tuđman befand. Bei dem Angriffe wurde eine Person getötet und vier verletzt.

Aus Sicherheitsgründen und möglichen neuen Angriffen auf Zagreb traf das Parlament die historische Entscheidung über die Unabhängigkeit in den Keller des INA-Gebäudes in der Šubićeva-Strasse, wo die Sitzung aller drei Räte stattfand.

Hochrangige Delegationen, darunter Premierminister Andrej Plenković, Parlamentspräsident Gordan Jandroković und ein Delegierte der kroatischen Präsidentin werden vor dem Zentralkreuz in der Allee der gefallenen kroatischen Verteidiger, am Grab von Dr. Franje Tuđmana und an dem Massengrab für die nicht identifizierten Opfer des Unabhängigkeitskrieges Kränze niederlegen.
Danach werden sie die heilige Messe in der Markuskirche besuchen.