Das Zentrum von Sarajewo, Bosnien und Herzegowina (Foto: Armin Durgut/PIXSELL) Das Zentrum von Sarajewo, Bosnien und Herzegowina (Foto: Armin Durgut/PIXSELL)

In den letzten 24 Stunden wurden 72 Proben im Klinischen Zentrum der Universität von Sarajevo getestet, und fünf Personen aus der Region Sarajevo und drei aus Brčko sind positiv auf das Virus.

In Tuzla wurden 68 Proben getestet und sieben Infektionsfälle bestätigt, während in Banja Luka weitere 179 Proben getestet und 25 Infektionsfälle bestätigt wurden.

Bis heute starben im Nachbarland zehn Patienten an den Folgen des Coronavirus. Es waren alles ältere und chronische Patienten, bei denen das Coronavirus den bereits schlechten Zustand verschlimmerte.

Das Epizentrum der Epidemie in Bosnien und Herzegowina liegt immer noch in Banja Luka, wo es jetzt 20 neue Fälle gibt. In der Stadt sind mittlerweile  mehr als 150 infizierte Menschen. Folglich hat die Stadt beschlossen, die Beschränkungen noch bis zum 13. April zu verlängern. Die Beschränkungen für Rentner und Personen über 65, die ihre Häuser überhaupt nicht verlassen durften, wurden jedoch gelockert, sodass sie dies in Zukunft zweimal pro Woche tun dürfen, um die grundlegendsten Dinge erledigen zu können. Vor allem der Verfassungsschutz kritisierte dies Maßnahme.

Aufgrund der Entscheidung der kantonalen Behörden von Sarajevo, die Versammlungen von mehr als 20 Personen verbieten, wurde die Sitzung des Föderationsparlaments abgesagt. Der Vorsitzende des Repräsentantenhauses des Parlaments der Föderation Bosnien und Herzegowina, Mirsad Zaimović, sagte, dass bei der Entscheidung, die Sitzung abzusagen, den Anweisungen des Gesundheitswesens gefolgt wurde, Versammlungen während der Pandemie zu verbieten.

Dies wiederum kritisierte die Opposition aufs Schärfste. Aber auch die HDZ BiH, die Teil der Regierungskoalition ist verurteilte dies. Sie werfen der führenden Partei SDA, der auch Zaimović angehört vor, die aktuelle Ausnahmesituation auszunutzen um die Arbeit des Parlaments zu blockieren. Somit würde die Arbeit des Entitätsparlaments alle Befugnisse an die Entitätenregierung delegieren.

Auch der Abgeordnete Irfan Čengić aus der SDP BiH kritisierte die Absage und erklärte:  „Während Bergarbeiter und Kassierer arbeiten, wollen Parlamentarier, trotz eines Sicherheitsabstands von 10 Metern, nicht arbeiten.“ Seine Partei wird darauf bestehen, dass das Parlament die Sitzung abhält und die notwendigen Vorkehrungen dafür getroffen.

Quelle: HRT