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Als die Coronavirus-Fälle im Sommer zugenommen haben, setzten bestimmte Länder, darunter Slowenien, Österreich und das Vereinigte Königreich, das beliebte Reiseziel Kroatien auf die rote Corona-Liste. Pro Tag liegt nun die Zahl der Neuinfektionen in Kroatien im Bereich von 200 bis 300, etwas weniger als in anderen Ländern, aber immer noch höher als zu Beginn der Coronavirus-Pandemie.

In der CNN-Show Richard Quest beantwortete Plenković Fragen hinsichtlich zur Entscheidung der Regierung, trotz der anhaltenden Coronavirus-Pandemie, Kroatien für den Tourismus zu öffnen. Diese Entscheidung hat der Premierminister oft als kalkuliertes Risiko bezeichnet.

Gastgeber Richard Quest fragte den Premierminister Andrej Plenković, ob er der Meinung sei, dass das Land jetzt den Preis für eine Tourismussaison zahle.

„Zunächst einmal hatte Kroatien den Vorsitz im Rat der Europäischen Union inne, als die Coronavirus-Pandemie ausbrach und ich muss zugeben, dass wir im ersten Halbjahr 2020 viel Arbeit bei der Koordinierung der EU-Bemühungen geleistet haben. Wir hatten einen Lockdown. Nachdem es zum Ausbruch der Pandemie gekommen war, mussten wir die Gesundheit unserer Bürger schützten. Später haben wir Ende April, Anfang Mai, schrittweise unsere Grenzen geöffnet. Auf diese Weise konnten wir ab Mitte Juni Touristen in Kroatien begrüßen", erklärte Plenković.

Der Premierminister sagte, das Land stehe viel besser da als erwartet: „Ich denke, es ist allen klar, dass wenn wir uns nicht geöffnet hätten, würden wir heute weder sieben Millionen Touristen noch 50 Prozent der Rekordsaison vom letzten Jahr erreichen. Denn alles andere als dieses kalkuliertes Risiko wäre ein kompletter Lockdown und Quarantäne gewesen. Es gibt keine Regierung auf der Welt, die sich für eine solche Politik des Lockdowns weiter ausgesprochen hätte", erklärte Plenković und fügte hinzu, das Kroatien immer noch eine sehr niedrige Sterblichkeitsrate besitzt, nur fünf Tote auf 100.000 Einwohner. Dies ist viel niedriger ist als in jedem anderen Land in Europa, insbesondere in Westeuropa“, erläuterte der kroatische Premierminister.

(Quelle: HRT)