(Illustration, Foto:Annegret Hilse/Reuters) (Illustration, Foto:Annegret Hilse/Reuters)

Premierminister Andrej Plenković ist zu einem Arbeitsbesuch nach Deutschland gereist, wo er sich mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel traf und an der Eröffnung der 85. Internationalen Grünen Woche in Berlin teilnahm.

Hierbei handelt es sich um eine der größten Lebensmittel- und Landwirtschaftsmesses in Europa.

Diesmal sind mehr als 1.800 in- und ausländischen Aussteller aus mehr als 60 Ländern vertreten.

Kroatien ist in diesem Jahr Partnerland.

Im Rahmen ihrer Begrüßungsrede betonte die deutsch Bundeskanzlerin Angela Merkel: "Kroatien ist das Land, das vor uns die EU-Ratspräsidentschaft inne hat. Wir arbeiten eng zusammen. Wir haben auch über unsere bilateralen Beziehungen gesprochen, die sehr gut sind. Es gab wie ich gehört habe 3 Millionen Urlauber aus Deutschland in Kroatien. Wir haben auch sehr viele kroatisch-stämmige Bürgerinnen und Bürger hier in Deutschland, die so etwas wie eine Brücke zwischen unseren Ländern sind. Aber wir arbeiten auch wirtschaftlich sehr eng zusammen. Allein 50 Unternehmen aus Kroatien sind heute hier bei der grünen Woche vertreten."

Andrej Plenković entgegnete, dass Deutschland in den letzten dreißig Jahren sowohl in politischer als auch in wirtschaftlicher Hinsicht Kroatiens größter Partner war. Das bilaterale Handelsvolumen werde sich in diesem Jahr auf knapp 6 Milliarden Euro belaufen. Auch sei Deutschland eines der Top-Investoren in Kroatien.

Früher am Tag war der Premierminister in Brüssel, wo er dem Europäischen Parlament zunächst das Programm und die Prioritäten der kroatischen EU-Ratspräsidentschaft vorstellte.

Anschließend sprach er die EU-Erweiterung und den EU-Westbalkan-Gipfel, der im Mai dieses Jahres in Zagreb stattfindet, an.

"Kroatien ist eine Erfolgsgeschichte in Südosteuropa. Wir fühlen uns verantwortlich. Wir sind der Meinung, dass wir das nötige Know-how haben, das wir an unsere EU-Partner weitergeben möchten. Wir sind der Meinung ihnen damit helfen zu können. Unser Ziel ist es den gesamten Erweiterungsprozess zu stärken und ihn effizienter zu gestalten," erklärte Plenković Journalisten gegenüber.