Die Bourbon Rhode ist gesunken, nachdem sie sich dem Auge eines Hurrikans der Kategorie 4 genähert hatte (Foto: HRT) Die Bourbon Rhode ist gesunken, nachdem sie sich dem Auge eines Hurrikans der Kategorie 4 genähert hatte (Foto: HRT)

Die französischen Behörden haben die Suche nach dem Kapitän und weiteren Besatzungsmitgliedern auf dem Hochseeschlepper Bourbon Rhode, der letzte Woche im Atlantischen Ozean versank, abgebrochen. Nach einem Appell der Familie an die kroatischen Behörden hat Grabar-Kitarović einen Brief an den französischen Präsidenten Emanual Macron geschrieben. Sie bat darum, dass die Suche nach der vermissten Besatzung wiederaufgenommen werde.

"Es war ein sehr kurzer Brief, in dem sie gebeten werden, die getroffene Entscheidung zu überdenken. Es wurde letzte Nacht vesendet, daher ist es zu früh eine Antwort zu erwarten,", sagte Grabar-Kitarović den Medien am Sonntag.

Neben der Familie Miškić hat auch die kroatische Seefahrergewerkschaft die kroatischen Behörden aufgefordert, auf das französische Schifffahrtsunternehmen Druck auszuüben, um die Suche fortzusetzen. Des Weiteren erklärte Außenminister Gordan Grlić-Radman:

„In den letzten 20 Jahren gab es keine Suche in so einer Größenordnung. Alle Handelsschiffe und Flugzeuge in der Region wurden angewiesen weiterhin Ausschau auf die Vermissten zu halten. In gewisser Weise wird die Suche fortgesetzt. Nicht alle Optionen sind erschöpft. "

Der Innenminister Davor Božinović versicherte, dass alles getan werde, um den Familien in dieser Angelegenheit zu helfen.

Das Schiff ging am 26. September unter. Experten sind der Meinung, dass Menschen auf Rettungsflößen eine ganze Weile noch überleben können.