(Foto: REUTERS/Yuri Gripas) (Foto: REUTERS/Yuri Gripas)

Wir haben in der Geschichte des IWF noch nie so einen Stillstand der Weltwirtschaft erlebt, sagte die Vorsitzende des IWF Kristalina Georgieva auf einer Online-Medienkonferenz gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO).  „Wir sind jetzt in einer Rezession. Es ist viel schlimmer als die globale Finanzkrise vor einem Jahrzehnt“, fügte sie hinzu.

Georgieva sagte, die am stärksten betroffenen Länder seien Entwicklungsländer und wachsende Volkswirtschaften und hätten fast 90 Milliarden Dollar verloren.

Der IWF ist besonders besorgt über die mögliche Umkehrung des jüngsten Wirtschaftswachstums in den afrikanischen Ländern.

Georgieva hat angekündigt, dass der IWF seine Notreserve von 1 Billion US-Dollar nutzen wird, um betroffenen Volkswirtschaften zu helfen, einschließlich den afrikanischen Ländern, die sich sonst zwischen der Bekämpfung des neuen Coronavirus und der Ernährung ihrer Bevölkerung entscheiden müssten.

WHO Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus hat die Länder aufgefordert, die Abrechnung für medizinische Dienstleistungen auszusetzen und kostenlose Tests und medizinische Versorgung für Covid-19-Fälle bereitzustellen.

„Wenn Menschen dies verschieben oder davon absehen, weil sie es sich nicht leisten können, schaden sie nicht nur sich selbst, sondern erschweren es auch, die Pandemie zu kontrollieren und bringen die Gesellschaft in Gefahr“, sagte er.

Ebenfalls berichtete Ghebreyesus, dass die Geberländer bereits rund 690 Millionen US-Dollar für den Covid-19-Reaktionsplan zugesagt oder gezahlt haben, mehr als die beantragten 675 Millionen US-Dollar.

Die Zahl der an Covidom-19 erkrankten weltweit überstieg diese Woche eine Million und mehr als 50.000 Menschen starben bisher.

Quelle: HRT