Mitglied der Präsidentschaft von Bosnien und Herzegowina Željko Komšić (Foto: HRT) Mitglied der Präsidentschaft von Bosnien und Herzegowina Željko Komšić (Foto: HRT)

Komšić kommentiere die Aussage des kroatischen Ministerpräsidenten Andreja Plenković, in dem er die Wahl von Komšić für das kroatische Mitglied der Präsidentschaft von Bosnien und Herzegowina kritisierte.

"Die Beziehungen zwischen Bosnien und Herzegowina und Kroatien sollten auf gegenseitigem Respekt und Vertrauen beruhen. Danach können alle Fragen, über die wir als Nachbarn sprechen müssen, geöffnet werden. Was Kroatien jedoch in Bezug auf Bosnien und Herzegowina unternimmt, ist nicht gut, solche Aktivitäten untergraben gegenseitiges Vertrauen und streiten die Souveränität von Bosniens und Herzegowina ab, in dem die bei den Wahlen gewählte Regierung geleugnet wird", sagte Komšić gegenüber dem Regionalfernsehen N1.

Plenković sagte am Samstag, dass Kroatien den Schutz der Interessen des kroatischen Volkes in Bosnien-Herzegowina nicht aufgeben wird: 
"Die kroatische Außenpolitik wird dieses Problem nicht loslassen. Während ich der Premierminister bin, werden wir es nicht los lassen".

Plenković wies auch die Behauptungen von drei ehemaligen hochrangigen Vertretern der internationalen Gemeinschaft in Bosnien und Herzegowina, Carla Bildt, Paddy Ashdown und Christiana Schwarz-Schilling zurück, dass Kroatien sich in die inneren Angelegenheiten von Bosnien und Herzegowina mischt.  

Bei dieser Gelegenheit sagte Plenković, dass niemand Bosnien und Herzegowina besser kennt als Kroatien und das sie auch keinen größeren Freund und Verbündeter hat als Kroatien, insbesondere indem Kroatien, Bosnien und Herzegowina dabei hilft, sich um die Mitgliedschaft in der EU zu bewerben.