Sicherheitsvorkehrungen vor der Kathedrale in Sarajewo (Foto: Armin Durgut/PIXSELL) Sicherheitsvorkehrungen vor der Kathedrale in Sarajewo (Foto: Armin Durgut/PIXSELL)

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie, wegen der die österreichische Regierung die Möglichkeit öffentlicher Versammlungen einschränkt hat, wurde auf dem Loibacher Feld nur eine kleine Gedenkfeier organisiert. Die Schirmherrschaft trägt auch dieses Jahr das kroatische Parlament.

Auf dem Friedhof in Unterloibach, wurde ein Gebet unter der Leitung von Rektor Pavo Dominiković aus Klagenfurt abgehalten. Vertreter des Bleiburger Ehrenzuges (PBV) aus Kroatien und Österreich sowie der kroatische Botschafter in Österreich Daniel Glunčić, legten am Denkmal Kränze nieder.

In Zagreb auf dem Friedhof Mirogoj, würdigten der Präsident des kroatischen Parlaments, Gordan Jandroković und in Vertretung des Premiers der Minister für Veteranen Tomo Medved, die Opfer der Bleiburger Tragödie.

Zeitgleich wurde in Sarajewo eine Messe für die Opfer von Bleiburg von Kardinal Vinko Puljić gefeiert. Diese wurde bereits im Laufe der Woche kontrovers diskutiert. Wegen der epidemiologischen Lage und der Einschätzung, dass dies eine Veranstaltung mit hohem Risiko ist, nahmen nur rund 20 Personen teil.

Hochrangige Politiker sowie alle großen politischen Parteien mit Sitz in Sarajewo und die jüdische Gemeinde in Bosnien und Herzegowina reagierten scharf auf die Ankündigung der Messe und sagten, dass auf diese Weise das Ustascha-Regime aus dem Zweiten Weltkrieg rehabilitiert werde. Reis Kavazović, muslimischer Geistlicher und Leiter der Islamischen Gemeinschaft in Bosnien und Herzegowina, bewertete die Anschuldigungen gegen Kardinal Puljić und die katholische Kirche in Bosnien und Herzegowina als unangebracht. Er ist der Ansicht, dass die Verantwortung nicht bei der Kirche liegt, sondern in Kroatien beim Organisator, nämlich dem Parlament.

 Quelle: HINA