Kolinda Grabar-Kitarović und Recep Tayyip Erdogan  (Foto: HRT) Kolinda Grabar-Kitarović und Recep Tayyip Erdogan (Foto: HRT)

Beide Staatsführer möchten die wirtschaftlichen Beziehungen fördern und sie sprachen auch über die Situation in Bosnien und Herzegowina.

Den Besuch begann die Präsidentin mit der Kranzniederlegung auf das Grab von dem Gründer der modernen Türkei Mustafa Kemal Ataturk. An dem feierlichen Empfang von Recep Tayyip Erdogan wurde über die Situation in Bosnien und Herzegowina gesprochen und über die und die Änderung des Dayton-Abkommens. 

"Wir haben festgestellt, dass das Abkommen nicht für Bosnien und Herzegowina angemessen ist und beim Fortschritt nicht hilft. Wir möchten, dass Bosnien und Herzegowina mit allen Völker ein starkes Land ist, das in Solidarität und Frieden voranschreiten kann. Es müsse ein Bosnien und Herzegowina geschafft werden, die die Rechte aller Völker schützt," sagte Erdogan.  

"Wir werden Bosnien und Herzegowina weiterhin unterstützen, aber wir wollen nicht nur die formale Gleichheit der Völker. Ich muss betonen, dass das demokratische Recht, ihre Vertreter alleine zu wählen, jedem der drei Völker in Bosnien und Herzegowina gewährleisten werden muss," sagte Grabar-Kitarović.

Der Warenhandel zwischen Kroatien und der Türkei überschrittet 500 Millionen US-Dollar. Das Ziel der Türkei ist es diesen auf 1 Milliarde US-Dollar zu steigen. Erdogan hat angekündigt, dass das nächste Mal nach Zagreb "viele Geschäftsleute mit konkreten Entscheidungen über die Verbesserung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit" bringen wird.

In Ankara wurden ein Abkommen über kulturelle Zusammenarbeit und ein Protokoll über die Zusammenarbeit an dem islamischen Kulturzentrum in Sisak unterzeichnet.