Präsidentin Kolinda Grabar - Kitarović und Bundespräsident Ueli Maurer in Bern (Foto: HRT) Präsidentin Kolinda Grabar - Kitarović und Bundespräsident Ueli Maurer in Bern (Foto: HRT)

Ein knappes halbes Jahr vor der EU Ratspräsidentschaft war ein Gesprächsthema das Freizügigkeitsabkommen zwischen der Schweiz und Kroatien. Bundespräsident Ueli Maurer habe gegenüber der kroatischen Präsidentin das Ziel des Bundesrates bekräftigt, für die offenen Punkte des Rahmenabkommens eine Lösung zu finden und das institutionelle Abkommen in der Folge abzuschließen.

Die Präsidentin erklärte für die Medien, dass dies dennoch weiterhin eine hypothetische Frage sei, zumal die ganze Übergangszeit dabei in Betracht gezogen werden muss. Realistisch ist wohl derzeit die Annahme, dass kroatische Staatsbürger erst ab dem Jahr 2027 problemlos in der Schweiz arbeiten könnten. Gegenwärtig würden die Aufenthaltsbewilligungen zunächst auf zwei Mal zwei Jahre und dann erst auf drei Jahre ausgestellt, bevor die Möglichkeit besteht eine dauerhafte zu erhalten. „Das müsse also alles noch genauer diskutiert werden“, so Grabar – Kitarović.

Besprochen wurden zudem die Pläne Kroatiens für die bevorstehende EU-Ratspräsidentschaft in der ersten Hälfte des Jahres 2020. Die Schweiz begrüße das Engagement Kroatiens für die Integration weiterer Balkanstaaten in die EU. Die Integration der anderen Staaten könne zur Stabilität auf dem Westbalkan beitragen, erklärte Maurer.

Der Arbeitsmarkt für Kroatinnen und Kroaten soll in Schritten geöffnet werden. Kroaten und Kroatinnen arbeiten in der Schweiz vorwiegend im Dienstleistungssektor, etwa im Gastgewerbe, Verkauf oder in der IT-Beratung. Kroatien ist der zweitwichtigste Handelspartner der Schweiz in Südosteuropa.

Quelle: HRT