Gordan Grlić Radman mit seinem österreichischen Amtskollegen Alexander Schallenberg (Foto: MVEP) Gordan Grlić Radman mit seinem österreichischen Amtskollegen Alexander Schallenberg (Foto: MVEP)

Im Fokus der Gespräche stand die wirtschaftliche Zusammenarbeit. Es wurde betont, dass Kroatien jährlich mehr als 1,3 Millionen Touristen aus Österreich besuchen. Des Weiteren wurde beschlossen, dass Österreich ab Januar nächsten Jahres bei der Organisation der EU-Ratspräsidentschaft Kroatien helfen werde.

Radman kommentierte auch die Protestnote des kroatischen Außenministeriums an Italien, aufgrund der Errichtung eines Denkmals für Gabriele D'Annunzio in der Stadt Triest. Er sagte, dass die freundschaftlichen Beziehungen zu Italien gut seien, doch dass Kroatien ausdrücklich die Errichtung eines Denkmals in Triest verurteile, da die faschistische Ideologie im Gegensatz zu den Werten der Europäischen Union stehe. 

Während die Pariser Friedensverhandlungen nach dem 1. Weltkrieg noch im Gange waren, wurde die Stadt Rijeka am 12. September 1919 von 2.500 italienischen Freischärlern unter der eigenmächtigen Führung des italienischen Nationalisten und Schriftstellers D’Annunzio gegen den Willen der italienischen Regierung besetzt. D’Annunzio wollte mit dem Status von Fiume (Rijeka) als italienische Stadt vollendete Tatsachen schaffen, bevor die Stadt dem Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen zugesprochen worden war. D'Annunzios ultranationalistische Ideen wurden später von Benito Mussolini und der faschistischen Bewegung in Italien übernommen.

(Quelle: HRT)