Der britische Premier Boris Johnson und der EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker (Foto: REUTERS/Francois Lenoir) Der britische Premier Boris Johnson und der EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker (Foto: REUTERS/Francois Lenoir)

Das Abkommen muss jedoch noch von den europäischen Staats- und Regierungschefs und dem britischen Parlament ratifiziert werden.

Der Präsident der EU-Kommission Jean-Claude Juncker hält den Deal mit dem Vereinigten Königreich für fair und ausgeglichen: "Wir haben einen Deal. Dies bedeutet, es gibt keine Notwendigkeit für weitere Verzögerungen. Es ist eine ehrliche, ausgeglichene Vereinbarung, ein Beweis für unser Engagement, eine Lösung zu finden. Er bietet Sicherheit, wo hingegen der Brexit eine Unsicherheit schafft. Es schützt die Rechte unserer Bürger und garantiert Frieden und Stabilität auf der irischen Insel.

Der britische Premierminister Boris Johnson hält weiterhin an einem Ausscheiden Großbritanniens bis zum 31. Oktober fest: "Ich denke, dieses Abkommen ist gut für die Europäische Union und das Vereinigte Königreich. Es ist ein vernünftiges und faires Ergebnis in Anbetracht überwältigender Arbeit beider Seiten. Für uns bedeutet dies, dass wir einen tatsächlichen Austritt verwirklichen können, der unseren Zielen entspricht und das Großbritannien am 31. Oktober die Europäische Union vollständig verlässt."

Premierminister Andrej Plenković ist der Meinung, dass die meisten EU-Mitgliedstaaten das Abkommen akzeptieren werden, insofern Irland und die irische Regierung mit dem Erreichten zufrieden sind. Des Weiteren ist der Premier der Ansicht, dass wenn das Repräsentantenhaus in London diese Vereinbarung bestätigt, der Brexit zeitlich gesehen bis zum 31. Oktober erreicht werden kann."

In der Zwischenzeit hat die Nordirische Partei DUP die Ablehnung des Abkommens bekräftigt. Johnson hat keine Mehrheit im britischen Parlament mit 650 Sitzen. Für eine Ratifizierung des Abkommens sind 320 Stimmen notwendig. Die DUP kann dabei mit zehn Stimmen behilflich, doch das gilt bis jetzt als sehr unwahrscheinlich. Das britische Parlament wird diesen Sonntag über die Vereinbarung abstimmen.

(Quelle: HRT)