EU Sondergipfel in Brüssel (Foto: REUTERS/Francisco Seco) EU Sondergipfel in Brüssel (Foto: REUTERS/Francisco Seco)

Ratschef Charles Michel habe wohl heute ein neues Modell vorgelegt, bei dem 450 Milliarden Euro als Zuschüsse vergeben werden sollen. Die sogenannten „Sparsamen Vier“ mit den Niederlanden, Österreich, Schweden und Dänemark, stemmten sich nämlich gegen die Pläne, den Großteil der Corona-Hilfen von insgesamt 750 Milliarden Euro als nicht rückzahlbare Zuschüsse auszugeben. Die Ausgabe der Hilfspakete soll daher an Reformen, Projekte und ihre Umsetzung gekoppelt sein, die kontrolliert werden sollen.

Mark Rutte, Premierminister der Niederlande sagte, dass problematisch ist, dass einige Länder langfristige Unterstützung benötigen um diese Krise zu bewältigen. Er möchte vermehrt auf Darlehen setzen, aber Zuschüsse sind natürlich nicht ausgeschlossen. Wichtig ist den Vier vor allem, dass Reformen umgesetzt werden müssen.

Der italienische Premier Giuseppe Conte hingegen sprach von einem Programm, dessen Priorität die Erholung Europas ist. Besonders wichtig dabei sei, dass es adäquat, verhältnismäßig und effizient wird. „Wenn einer dieser Aspekte fehlt, dann ist das Programm weder gut strukturiert noch funktionsfähig.“

Neben Ländern wie Italien und Spanien würde auch Kroatien stark von den Hilfspaketen profitieren. Laut Premier Andrej Plenković würde die Summe höher sein als die der Auszahlungen der letzten sieben Jahre. „Die durch COVID-19 verursachte globale Pandemie hat ein so massives Problem für die EU, ihre Mitgliedstaaten und die ganze Welt geschaffen, somit muss unsere Lösung ebenso massiv sein“, so der Premier. Anfangs war die eigentlich Idee der Europäischen Kommission Zuschüsse in Höhe von 500 Milliarden Euro und Darlehen in Höhe von 250 Milliarden Euro zu vergeben.

„Wenn aus irgendeinem Grund versucht wird, diesen starken und entscheidenden Schritt zu verwässern, dann macht er keinen Sinn mehr. Unabhängig davon werden wir weiterhin versuchen, eine Lösung zu finden“, betonte Plenković und fügte hinzu, dass für Kroatien entscheidend sei Mittel aus beiden Quellen zu erhalten. Die Summe wäre höher als die Summe der letzten sieben Jahre.

(Quelle: HRT)