Der Leiter der Vertretung der EU Kommission in Kroatien Ognian Zlatev (Foto: HRT) Der Leiter der Vertretung der EU Kommission in Kroatien Ognian Zlatev (Foto: HRT)

Im Interview für den kroatischen Rundfunk, sprach Ognian Zlatev über die Auswirkungen des Coronavirus auf die Europäische Gemeinschaft und ihre Antwort darauf.

„Wir haben in der modernen Geschichte Europas keine solche Pandemie gehabt. Folglich ist auch nachvollziehbar, dass es genug Kritiker gibt die sich fragen, warum nicht gleich genügend Schutzmaßnahmen getroffen wurden“, so Zlatev.

Die Europäische Kommission und die europäischen Staats- und Regierungschefs haben deshalb eine Reihe von Maßnahmen in fünf Bereichen unternommen um so einiges auszugleichen.

Die erste Reihe von Maßnahmen, sagte er, schützt die Menschen und ihre Gesundheit, die zweite betrifft die Grenzen, die dritte konzentriert sich ausschließlich auf die Wirtschaft, die vierte unterstützt die Erforschung von Impfstoffen und der fünfte Bereich ist der Kampf gegen Fehlinformationen und Falschmeldungen. In Bezug auf den letzten Punkt, fügte Zlatev hinzu, verhandelt die Europäische Kommission mit den größten Internetplattformen sowie mit Facebook und Google wurden bereits mehrere Vereinbarungen getroffen. Zlatev betonte, dass die sogenannten „Fake News“ von globalen Mächten außerhalb der Europäischen Union gesponsert werden.

Ebenfalls erklärte der Leiter der Kommission in Kroatien, die Bedeutung der europäischen Solidarität und sagte, dass diese Krise auch eine großartige Gelegenheit sei, sie zum Ausdruck zu bringen.

„Die Hauptbotschaft ist, dass wir diese Krise bekämpfen können wenn wir zusammenhalten, wenn wir solidarisch sind und solidarisch handeln. Diese Krise hat tatsächlich einen unserer wichtigsten europäischen Werte herausgefordert, und das ist Solidarität“, sagte Zlatev.

Zlatev sagte, dass die Europäische Union auch den umliegenden Ländern wie den westlichen Balkanländern hilft, weil sie unsere Nachbarn sind, aber auch weil diese Krise keine Grenzen kennt und die EU sich nicht isolieren könne.

Der Bulgare Zlatev sagte abschließend, dass die Situation in seinem Land ähnlich sei wie in Kroatien aber die Maßnahmen etwas strenger sind.

Quelle: HRT