Dana Jungbluth, (Foto: Privatarchiv) Dana Jungbluth, (Foto: Privatarchiv)

Hallo Frau Jungbluth, wie haben Sie eigentlich Ihre Liebe zum Schreiben entdeckt?

Ich schreibe im Prinzip schon seit ich Schreiben kann für mein Leben gerne. Das Schreiben hat mich mein Leben lang begleitet. Ich habe Gedichte verfasst, kleine Geschichten aufgeschrieben, Tagebücher geführt. Ich habe es aber nie zum Beruf gemacht. Man geht ja dann doch immer den geradlinigen Weg. Ich habe ziemlich viele berufliche Erfahrungen machen dürfen und das Schreiben hat mich dabei immer begleitet, bis ich dann in der zweiten Elternzeit, in der ich mich gerade noch befinde, mich daran gemacht habe, mich wirklich selbstständig zu machen. So bin ich sehr glücklich geworden.

Es ist ja auch ein neues Buch von Ihnen erschienen. Können Sie uns Näheres dazu sagen?

Ich hab jetzt innerhalb der letzten zwei Jahre zwei Bücher herausgebracht. Dort habe ich einige Gedichte von mir zusammengetragen. „Poesie und Aphoristik - Aus der Seele“ nennt es sich. Das zweite nennt sich „Poesie und  Aphoristik - Aus Kinderherzen“, wo ich mich generell mit dem Blick der Kinder befasse, wie sie die Welt sehen. Denn Kinderaugen öffnen einem manchmal mit Leichtigkeit den Blick für die wichtigen Dinge im Leben. Aktuell sitze sich auch an einem dritten Band aus dieser Reihe und an einem kleinen Reisebegleiter für Kroatien.

In Ihren Texten und Gedichten spiegelt sich die Sympathie zu Kroatien wieder. Können Sie uns etwas dazu sagen, wie Kroatien zu Ihrem, wie Sie selbst sagen, Lieblingsland geworden ist?

Privat habe ich seit ca. 20 Jahren Kontakte zu Kroaten. Das erste Mal war ich vor etwa 15 Jahren in Kroatien und ich habe mich von der ersten Sekunde an in dieses Land verliebt. Ich bin da völlig erwartungslos hin, bin dann aber von der Landung an in das Treiben dieses Landes und das Treiben dort eingetaucht. Es hat mich wirklich gefesselt und die Menschen waren es, die es mir angetan haben. Das ist was ganz besonderes und das versuche ich in meinen Texten auf den Punkt zu bringen. Mich hat wirklich die Liebe zu dem Land gepackt.

Sie sind nun Bloggerin bei der Stimme Kroatiens. Das wird sicherlich eine neue Herausforderung für Sie sein. Was Sie den Zuhörern aus Deutschland mitteilen wollen, ist offensichtlich. Gibt es denn Ihrerseits auch eine Botschaft, die Sie den Kroaten übermitteln wollen?

In dem Blog möchte ich Land und Leute, die Besonderheiten und Eigenarten von Land und Menschen mit dem manchmal notwendigen Abstand, nämlich aus deutscher Sicht, betrachten. Ich bin Deutsche und deshalb ist es für mich auch eine große Ehre, dass ich als Deutsche die Gelegenheit habe, auch meine Gedanken zu dem wunderschönen Land und den wundervollen Menschen beitragen zu können. Eine andere Perspektive ist oftmals in allen Bereichen des Lebens nicht schlecht. So hoffe ich, dass ich hier und dort auch ein bisschen die Augen öffnen und sensibilisieren kann. Ich beobachte immer sehr gerne Details im Leben und möchte dass mit meinen Gedanken unterlegen, was mir so durch den Kopf kommt. Es wird hier und da vielleicht auch ein bisschen spitzer formuliert werden. Das mag ich nicht ausschließen, aber das sollen die Leser dann in ihrem Hinterkopf haben: Ich liebe und schätze Kroatien sehr mit seinen Menschen und das denke ich, dürfte da auch herüberkommen.

Wir freuen uns auf Ihren ersten Blog „Fernweh ist mein Heimweh“. Gibt es etwas, was Sie unseren Lesern vorab auf Kroatisch sagen möchten?

Ich kann durchaus ein Paar Sachen formulieren. Die Sachen, die einem dann spontan durch den Kopf gehen, fallen mir jetzt natürlich nicht ein. „Volim Hrvatsku!“ Das ist das, was ich sagen kann und das werde ich in meinem Blog mit Sicherheit auch zum Ausdruck bringen und ich freue mich auch über Feedback, dass über die Sozialen Medien zurückkommt. Auch freue ich mich, wenn ich zur Diskussion anregen kann.

Wir freuen uns unsererseits auch auf eine Zusammenarbeit mit Ihnen. Vielen Dank für das Interview Frau Jungbluth!