"Marsch des Friedens" Richtung Tuzla (Foto: HRT) "Marsch des Friedens" Richtung Tuzla (Foto: HRT)

Mehr als 8.000 bosnische Muslime wurden seitens der bosnischen Serben im Genozid in Srebrenica ermordet. Heute wurde der 23. Jahrestag gedacht. Weitere Überreste von 35 weiteren Verstorbenen wurden in Massengräbern gefunden und in der Gedenkstätte in Potočari bestattet. Der Leiter der Islamischen Gemeinschaft in Bosnien und Herzegowina, Husein Kavazović, hat Gebete für die Seelen der Toten gesprochen, mit dem Wunsch, dass alle aufrichtigen Gläubigen jeden Hass mit Liebe erwidern. "Bitte, lieber Gott, dass Srebrenica niemals wiederholt wird", sagte Kavazović.

Nach deutschem Recht veralten Kriegsverbrechen nicht, sagte Klaus Zorn, Leiter der Zentralen Ermittlungseinheit für Kriegsverbrechen des Bundeskriminalamtes, und fügte hinzu, dass kein Täter eines in Deutschland versteckten Völkermörders vor Ermittlungen, Festnahmen und Gerichtsverfahren sicher sei.

Mehr als 6000 Teilnehmer von dem "Marsch des Friedens" sind am Dienstag in Srebrenica angekommen. Sie liefen den Weg nach, auf dem die Bosniaken, nachdem die Enklave am 11. September gefallen war, in das freie Territorium in Richtung Tuzla liefen um Rettung zu finden. Die Veranstalter kündigten an, dass bei der Gedenkfeier bis zu 30.000 Teilnehmer erwartet werden.

(Quelle: HRT)