Die Stimme Kroatiens

23:41 / 29.10.2026.

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60 Jahre Förderung kroatischer Studierender an der Harvard University

Joyce i Zlatko Baloković
Joyce i Zlatko Baloković
Foto: HTV / HRT

Anlässlich des 60-jährigen Bestehens des Stipendienfonds „Zlatko und Joyce Baloković“ fand in der Kroatischen Akademie der Wissenschaften und Künste (HAZU) in Zagreb eine Podiumsdiskussion statt. Im Mittelpunkt standen die Förderung kroatischer Studierender an der Harvard University und die Erfahrungen aktueller Stipendiaten.

Der Fonds ermöglicht kroatischen Studierenden seit 1967 ein postgraduales Studium an der renommierten US-amerikanischen Universität in unterschiedlichen Fachrichtungen.


Zu den diesjährigen Stipendiaten gehören Anamarija Javor von der Harvard Law School und Mihael Maljak von der Harvard Business School. Javor hob insbesondere die Möglichkeit hervor, von international anerkannten Professoren und Fachleuten mit umfangreicher Praxiserfahrung zu lernen. Maljak betonte das Auswahlverfahren der Universität, bei dem neben akademischen Leistungen auch das individuelle Profil der Bewerber berücksichtigt werde.


Ein Fonds mit langer Tradition


Die Gründung des Fonds geht auf das Jahr 1966 zurück. Damals wandte sich Joyce Borden Baloković an die Harvard University, um entsprechend dem Wunsch ihres verstorbenen Ehemannes, des international bekannten kroatischen Violinisten Zlatko Baloković, einen Stipendienfonds einzurichten.


Die Musikwissenschaftlerin und Akademiemitglied Hana Breko Kustura erinnerte an Balokovićs Verbindung zu Nikola Tesla. Nach dessen Tod spielte der Violinist am 10. Juli 1943 bei einer Gedenkveranstaltung im New Yorker Radio auf Teslas Wunsch Schuberts „Ave Maria“.


HAZU-Präsident Velimir Neidhardt verwies auf die besondere Bedeutung des Fonds in seinen Anfangsjahren, als kroatische Studierende nur eingeschränkte Möglichkeiten hatten, internationale Stipendien zu erhalten.


Die Veranstaltung unterstrich die Bedeutung des Fonds für die internationale akademische Mobilität und die Förderung kroatischer Nachwuchskräfte.

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