Illustration (Foto: Dana Jungbluth) Illustration (Foto: Dana Jungbluth)

In Deutschland leben laut Aufzeichnungen der Kroatenseelsorge Deutschland aktuell etwa 450.000 kroatische Katholiken. Die Statistik führt dabei auch Kroaten mit deutscher Staatsbürgerschaft; die Anzahl von Kroaten mit kroatischem Pass in Deutschland liegt mit knapp 400.000 darunter. Die Kroatenseelsorge in Deutschland, mit dem derzeitigen Delegaten Pfr. Ivica Komadina, ist das Büro der deutschen, kroatischen und bosnischen Bischofskonferenzen und für deren Interkommunikation sowie für Verwaltungsaufgaben und die Koordination der Pastoralarbeit der insgesamt 97 kroatischen katholischen Missionen in Deutschland zuständig.

In Zeiten der Pandemie ist auch das Gemeindeleben stark eingeschränkt, obwohl gerade dieses einigen Menschen den nötigen Halt in dieser schwierigen Zeit und Zuversicht geben könnte. Auch, wenn die seelsorgerische Arbeit derzeit erschwert ist, bemüht man sich um alternative Wege in der Gemeindearbeit. So berichtet uns die Kroatische Katholische Mission Berlin etwa, dass zwar viele Aktivitäten aufgrund von Corona nicht stattfinden, die Messen und der Religionsunterricht jedoch online durchgeführt werden. Diese Angebote würden gut angenommen, die technische Ausrüstung könnte jedoch besser sein, erzählt man uns. Besondere Sorgen bereitet der Mission, dass ältere Gemeindemitglieder isoliert werden könnten und nicht wieder zurückfinden. Eine Kontaktaufnahme zur Mission ist nach wie vor über die üblichen Wege wie E-Mail, Telefon oder soziale Netzwerke möglich. Unter den vorgeschriebenen Hygieneregeln steht man den Gemeindemitgliedern in Berlin außerdem auch persönlich für pastorale Dienste zur Verfügung.

Den Menschen, die derzeit verzweifelt, traurig oder auch wütend sind, rät die Mission Berlin „Kraft im Glauben zu schöpfen und nicht die Hoffnung zu verlieren. Auch diese Zeiten gehen vorbei.“ Die Frage, wie Jesus sich in der jetzigen Corona-Krise verhalten und was er tun würde, beantwortet uns die Kroatische Katholische Mission Berlin mit den abschließenden Worten:

„Jesus hätte die weltlichen Vorschriften/Gesetze akzeptiert (das Evangelium nach Markus 1,40-45 bestätigt es), vor allem hätte er die Menschen beruhigt, um nicht in Panik und Trostlosigkeit und Hoffnungslosigkeit zu geraten.“

 

Evangelium nach Markus 1,40-45.

In jener Zeit kam ein Aussätziger zu Jesus und bat ihn um Hilfe; er fiel vor ihm auf die Knie und sagte: Wenn du willst, kannst du machen, dass ich rein werde.

Jesus hatte Mitleid mit ihm; er streckte die Hand aus, berührte ihn und sagte: Ich will es - werde rein!

Im gleichen Augenblick verschwand der Aussatz, und der Mann war rein.

Jesus schickte ihn weg und schärfte ihm ein:

Nimm dich in acht! Erzähl niemand etwas davon, sondern geh, zeig dich dem Priester und bring das Reinigungsopfer dar, das Mose angeordnet hat. Das soll für sie ein Beweis meiner Gesetzestreue sein.

Der Mann aber ging weg und erzählte bei jeder Gelegenheit, was geschehen war; er verbreitete die ganze Geschichte, so dass sich Jesus in keiner Stadt mehr zeigen konnte; er hielt sich nur noch außerhalb der Städte an einsamen Orten auf. Dennoch kamen die Leute von überallher zu ihm.

 

Kroatische katholische Gemeinden in Ihrer Nähe finden Sie auf der Webseite der Kroatenseelsorge in Deutschland.