Kristian Kreković, seine Kunstwerke widmete er drei Vorlieben: Der Heimat Kroatien, der Menschheit und den Kulturen Südamerikas. (Foto: Monografija Kristian Kreković/HMI) Kristian Kreković, seine Kunstwerke widmete er drei Vorlieben: Der Heimat Kroatien, der Menschheit und den Kulturen Südamerikas. (Foto: Monografija Kristian Kreković/HMI)

- Die Kraft seiner meisterhaften Kompositionen mit einem tiefen und sozialen Inhalt macht ihn zu einem der größten Maler der heutigen Zeit. Er steht vor uns, einsam und unergründbar - das schrieb der französische Kunstkritiker und Dichter Camille Mauclaire  über den kroatisch- peruanischen Maler im Jahre 1938 in Paris.  

 

Er hat fast alle Mitglieder der jugoslawischen Königsfamilie, die britische Königin Mary, den schwedischen König Gustav, den spanischen König Juan Carlos und Mahatma Gandhi porträtiert. Sein Bild „Jungfrauen des Friedens“ hat er Papst Paul VI. geschenkt. Sein bekanntestes Werk trägt den Namen „Exodus des 20. Jahrhunderts“, in welchem er die kroatische Tragödie von Bleiburg und sein eigenes Flüchtlingsschicksal dargestellt hat. 

Für ihn war seine Heimat die ganze Welt 

Einer der besten Porträtisten der heutigen Zeit ist der kroatische Maler, der zur Zeit der Österreichisch – Ungarischen Monarchie, auf dem Gebiet des heutigen Bosnien und Herzegowina, unweit von Tuzla, geboren wurde. Der Förstersohn verbrachte seine Kindheit in Maglaj und Tuzla, diplomierte Malerei im Jahre 1925 an der Akademie der bildenden Künste in Wien und danach Architektur und Malerei an der Ecole des Beaux Arts in Paris.

Sein künstlerisches Schaffen widmete er drei seiner Lieben: Der Heimat Kroatien, der Menschheit und den Kulturen Südamerikas. 

Besonders lagen ihm die kroatischen Projekte am Herzen, wie er in einem Interview in der Zeitschrift Hrvatska revija im März 1971 sagte. „An ihnen habe ich mehrere Jahre gearbeitet und ich habe eine große Sammlung kroatischer Motive gemalt, so dass diese Sammlung 143 Bilder in Großformat hat. Diese Arbeiten stellen 63 kroatische Herrscher, 40 besonders verdienstvolle Kroaten und 40 große Kompositionen aus der kroatischen Geschichte dar,“ sagte er damals. 

Pintor croata-peruano 

Dennoch stellte sein Hauptwerk die Vergangenheit und Gegenwart der Inkas dar. Er begann es im Jahre 1928 in Paris zu fertigen, wo er zum Großteil gelebt und gearbeitet hat. Er hatte auch zwei kleine Ateliers in Wien und in Belgrad, aber das in Paris war das größte und komfortabelste. Er schuf eine einheitliche Künstlerkollektion über die Geschichte Perus.

- Peru hat mir mit ganzen Herzen die Ehrenbürgerschaft verliehen. Der Präsident persönlich hat meine große Ausstellung mit hundert Arbeiten eröffnet und mir persönlich die ehrenvollste peruanische Auszeichnung aus dem Bereich der Kultur um den Hals gelegt - sagte er stolz für die Zeitschrift Hrvatska revija.  

Bis zum Ende seines Lebens schuf dieser einzigartige Künstler in der spanischen Stadt Palma de Mallorca. Sein bildnerisches Erbe, 150 Werke, befindet sich im Museum Kreković, das im Jahre 1981 von der spanischen Königin Sophie eröffnet wurde. „Magnifico museo y magnifico pintor, ein großartiges Museum und ein großartiger Maler“, schrieb sie in das Besucherbuch. Außer dem Museum und der Galerie befindet sich in dieser Stadt auch ein Park, der seinen Namen trägt.

Seine Werke wurden in New York, Washington, Boston, Lima und Barcelona ausgestellt. Er hat zahlreiche Preise und Auszeichnungen gewonnen. Wir werden ihn als grandiosen Porträtisten, einen Künstler, der seiner Zeit voraus war, in Erinnerung behalten.