Die Interpretation des Elfentanzes war ein Vorbild anderen Tänzern ihrer Zeit (Foto: wikimedia commons) Die Interpretation des Elfentanzes war ein Vorbild anderen Tänzern ihrer Zeit (Foto: wikimedia commons)

Ihre Schönheit und ihr Talent hat den französischen Schriftsteller Théophile Gautier dazu inspiriert, das Libretto für eines der bedeutendsten romantischen Ballettstücke aller Zeiten zu schreiben – das Ballettstück „Giselle“. Die Rolle des Mädchens vom Lande, das plötzlich wegen Liebesschmerz stirbt, hat Carlotta zum ersten Mal an ihrem 22. Geburtstag in Paris getanzt.

Man glaubt, dass unsere Primaballerina im ehemaligen alten Palast der Familie Grimani geboren wurde. In ihrer frühsten Kindheit ging sie nach Mailand, wo sie mit nur 7 Jahren zum ersten Mal im Teatro alla Scala auftrat. In Napoli lernte sie den größten Tänzer dieser Zeit, Jules Perott, kennen. Dies war für ihre spätere Karriere ein entscheidender Moment. Zusammen reisten sie durch Europa und reihten einen Erfolg an den anderen.

Überall wo Carlotta Grisi auftauchte, sorgte sie für Bewunderung. Die Augen blau und lila, helles Haar, schlanke Beine, ein schönes Gesicht, immer lächelnd und fröhlich. Sie war ein wahrer Ballettstar im 19. Jahrhundert. Carlotta Grisi hat Ballettgeschichte geschrieben. Mit ihr verbindet man den Begriff Elfen-Tanz. Sie tanzte auf den Fingerspitzen. Nach ihrem Auftritt im Ballett „Giselle“ wurde diese Technik perfektioniert. 

--- BEZ NASLOVA ---

Ballerina Grisi

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Nach der Premiere wurde das Stück Giselle 8 Jahre lang in Paris aufgeführt und Grisi hat jedes Mal die Hauptrolle getanzt. Nach den Auftritten in „Giselle“ folgten erfolgreiche Auftritte in den Ballettstücken „La Peri“, „Pas de quatre“ und verschiedene Auftritte in London, Paris und Sankt Petersburg. Ihre Karriere beendete sie auf dem Höhepunkt ihres Erfolges und starb von ihren früheren Verehrern vollkommen vergessen. Das Grab von Carlotte Grisi befindet sich in der Schweiz.