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Samstag Morgen. Die Flimmerkiste läuft in einer berieselnden Lautstärke, ich gestehe, einfach, um noch ganz in Ruhe dem Tag, der Realität langsam ins Auge zu blicken, die nach wie vor präsent ist da draußen. Während mein Mann die Minuten der vor dem Fernseher gebannt sitzenden, zufriedenen Kinder nochmal für ein kleines Nickerchen nutzt, schleiche ich mich auf die Terrasse und lausche dem Treiben und lasse die Sicht auf das umgebende Häuserkarree auf mich wirken. Eigentlich recht mediterran bei uns, mit Blumen bestückte Balkone, volle Wäscheleinen, aus der nebenliegenden Sommerküche duftet es wie jeden Morgen nach fleischigen Leckereien, spielende Kinder sind zu vernehmen sowie allerlei Unterhaltungen in verschiedenen Sprachen. Fragen Sie mich nicht warum, aber plötzlich drängt sich mir ein Lied von den Fantastischen Vier auf, die ich als Kind sehr gerne gehört habe. "Lass die Sonne rein". Heimlich teste ich gedanklich, ob ich den Text nach wie vor auswendig kann. Jepp. Ist noch drin. Also doch kein Hirn wie ein Sieb, wie ich im Alltagsgewusel oftmals sicher bin. Ich brauche eben mehr solcher ruhiger,  mediterraner Momente, ganz klar.

Natürlich, man kann sich die Stadtwohnung auch schön reden, aber manchmal ist Schönreden eine wunderbare Flucht aus der Realität. Oder gar doch die Realität? Kommt ja drauf an, wie wir sie uns gestalten. So schrieb ich diese Woche mit einer lieben langjährigen Bekannten genau darüber, sie nannte es so treffend und herzlich spaßig "Peter Pan spielen". Da bin ich gerne dabei. Heute möchte ich nicht erwachsen sein. Ach was rede ich, eigentlich nie. Leider macht mir dabei aber meist der Alltag, so meine ich, einen Strich durch die Rechnung. Rechnungen, auch so eine lästige Erwachsenen-Angelegenheit. Lassen wir sie heute liegen. Ist eh Samstag.

Widmen wir uns lieber den Tagträumereien, die soviel bereichernder sind, als jede To-do-Liste, die irgendwo mahnend hängt. Also zurück zu Musik, Essen,  Blumenbalkonen und der Geräuschkulisse des Lebens. Kroatien lässt sich doch überall kreieren, und das nicht bloß gedanklich. Auch schmecken können wir Kroatien immer und überall, indem wir uns die kulinarischen Köstlichkeiten einfach selbst zubereiten. Oder es zumindest versuchen. Rezepte finden sich dazu zahlreich im praktischen World Wide Web und die Familie oder kroatischen Freunde stehen für echte Geheimrezepte sicherlich auch gerne hilfreich zur Seite. Dazu Ihnen beliebige kroatische Musik aufgelegt und schon tanzen Sie sich köchelnd das kroatische Lebensgefühl ins Haus.

Aber auch bewegungsfaul lässt sich Kroatien nach Hause holen. Betrachten Sie einmal mehr Ihre mit Sicherheit zahlreich vorhandenen Fotos, hören Sie kroatisches Radio oder schalten Sie (online) kroatisches TV ein. Stöbern Sie nach Videos, widmen Sie sich dem Lernen der kroatischen Sprache oder rufen Sie Ihre kroatischen Freunde oder Familie an. Wenn Sie Kroatien lieber unbedingt zum Anfassen haben möchten, so ist auch das auf die Ferne möglich. Gönnen Sie sich eine digitale Shoppingtour beim kroatischen Online-Händler Ihrer Wahl oder schaffen Sie etwas Handwerkliches in den kroatischen Landesfarben, ob gehäkelt, gestrickt, gebastelt oder gebaut, Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Ebenso lässt sich über die modernen Möglichkeiten aber auch Ihre kroatische Community erweitern, nicht nur virtuell. Es gibt Treffen, Vereine, Gemeinden. Schließen Sie sich an. Kroatien ist überall. Träumen Sie es mit. Gestalten Sie es mit.

Und spätestens, wenn die Kinder, der Hund oder Ihre bessere Hälfte Sie aus Ihren Träumereien wecken, laden Sie sie einfach ein, mitzuspielen. In der wunderbaren Welt des Peter Pan.

Wie schaut Ihr kroatisches Nimmerland aus? Ist es real oder nur fiktiv?