Die Stimme Kroatiens

19:23 / 09.08.2022.

Autor: Martina Perković

Zahlreiche Brände an der Küste ausgebrochen

Löschflugzeug im Einsatz gegen wütende Brände

Löschflugzeug im Einsatz gegen wütende Brände

Foto: Dino Stanin / Pixsell

Am berühmten Partystrand Zrće in der Nähe der Stadt Novalja auf der Insel Pag ist am Montagabend ein großes Feuer ausgebrochen und hat bis in die frühen Morgenstunden gewütet. Tausende Gäste der beliebten Nachtclubs wurden aus der Gegend evakuiert.

Die Feuerwehr am Boden sagt, der Brand sei unter Kontrolle gebracht worden.


Josip Lončarić von der Feuerwehr Barbat erklärte, dass verhindert werden konnte, dass das Feuer die bewohnten Gebiete erreicht. „Die Flammen schlagen mehr als dreißig Meter in die Luft. Der Flieger überflog das Gebiet dreimal und konnte die Lage etwas beruhigen. Danach rückten wir auf dem Boden voran und konnten das Feuer heute früh vollständig unter Kontrolle bringen“, so Lončarić.


Ein weiteres Lauffeuer brach in der Nähe von Crikvenica aus, nur zwei Tage nachdem eines unter Kontrolle gebracht worden war. Dank der schnellen Reaktion von achtzig Feuerwehrleuten am Boden und der Luftunterstützung durch ein Löschflugzeug konnte auch dieser Brand unter Kontrolle gebracht werden. Starke Nordostwinde machen jedoch weiterhin Sorge.


Ganze acht Waldbrände, die in den letzten 24 Stunden in der Gespanschaft Istrien ausgebrochen sind, wurden vermutlich durch Brandstiftung verursacht. Drei separate Brände in Zentralistrien in der Gemeinde Žminj wurden von rund vierzig Feuerwehrleuten lokalisiert. Ein Feuer weiter nördlich in der Nähe von Buzet ist aufgrund des unzugänglichen Geländes besonders gefährlich. Die Region litt diesen Sommer unter einer anhaltenden Dürre, die die lokalen Behörden dazu zwang, den Wasserverbrauch zu begrenzen.


Die Polizei der Gespnaschaft Šibenik-Knin hat Anklage gegen fünf Personen wegen Brandstiftung erhoben. Die Behörden suchen immer noch nach der Person oder den Personen, die für das Auslösen von zwei der schlimmsten Waldbrände dieser Saison verantwortlich sind, die Dutzende von Häusern in der Nähe von Vodice niederbrannten und Schäden in zweistelliger Millionenhöhe verursachten.


Darko Dukić, Feuerwehrchef der Gespanschaft Šibenik-Knin betonte, dass Videoüberwachungsysteme 365 Tage im Jahr eingesetzt werden.


„Wir haben zwei Videoüberwachungssysteme, mit denen wir 90 Prozent der Region überwachen und sofort eingreifen können. Diese Anlagen sind 365 Tage im Jahr in Betrieb. Laut Plan werden in der ganzen Gespanschaft auch Drohnen zu Beobachtungszwecken eingesetzt."

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