Die Stimme Kroatiens

22:07 / 10.06.2021.

Autor: HRT

Vanđelic fordert Beschleunigung von Wiederaufbau-Maßnahmen

Abrissarbeiten in Zagreb haben begonnen

Abrissarbeiten in Zagreb haben begonnen

Foto: Silvana Skočajić / HRT

Die Behörden in Zagreb haben mit dem Abriss von Häusern begonnen, die nach dem Erdbeben im März letzten Jahres, als nicht wiederaufbaufähig gelten.

Der Bürgermeister von Zagreb Tomislav Tomašević traf sich am Donnerstag zum ersten Mal nach seinem Wahlsieg mit Premierminister Andrej Plenković und seinem Kabinett. Im Fokus der Gespräche stand die Zusammenarbeit zwischen der nationalen Regierung und der Stadt Zagreb, insbesondere im Hinblick auf den Wiederaufbau der Stadt nach dem Erdbeben im vergangenen Jahr.


"Jeder der mit dem Tempo des Wiederaufbaus unzufrieden ist, hat das Recht, sich zu beschweren und Fragen zu stellen. Gleichzeitig engagiere ich mich seit dem ersten Tag in zahlreichen Experten- und Fachgruppen. Aus diesem Grund weigere ich mich, politische Entscheidungen ohne vorherige Rücksprache mit Experten zu treffen", sagte der Minister für Bau und Raumplanung Darko Horvat


"Niemand kann mit der Schnelligkeit des Wiederaufbaus zufrieden sein. Auf der anderen Seite erwarte ich, eine neue Ära Zusammenarbeit zwischen der Stadt Zagreb und der nationalen Regierung einleiten zu können - insbesondere beim Wiederaufbau. In diesem Sinne werden wir echte Partner sein", erklärte Tomislav Tomašević. 


Gleichzeitig haben die Behörden in Zagreb mit dem Abriss von Häusern begonnen, die nach dem Erdbeben, im März letzten Jahres, als nicht wiederaufbaufähig gelten. Der Abriss begann heute mit einem Grundstück der Familie Sunek im Norden der kroatischen Hauptstadt.


"Emotional, sehr emotional, doch bin ich froh, dass endlich der Abriss beginnt und etwas Neues entsteht, etwas Erdbeben-sicheres, dass ich so einen Schock nie wieder erleben muss, erklärte Nadica Sunek


Der Leiter des Wiederaufbaufonds Damir Vanđelić sagte, dass der Wiederaufbau und die Entscheidungen über einen Abriss von beschädigten Gebäuden in der Zuständigkeit des Bauministeriums liegen. Vanđelić forderte eine Beschleunigung des gesamten Entscheidungsprozesses und gemeinsame Anstrengungen, um den Wiederaufbau voranzubringen. "Wir vom Wiederaufbau-Fond hatten die Befürchtung, dass wir die Ursache für die Verzögerungen sein könnten, da wir immer noch nicht genügend Personal haben, um den Wiederaufbau maximal zu unterstützen. Aber es ist das Bauministerium, welche die Anträge langsam bearbeitet."


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