Die Stimme Kroatiens

19:49 / 29.12.2021.

Autor: Natali Tabak Gregorić

Regierung erntet Kritik

Präsident Zoran Milanović

Präsident Zoran Milanović

Foto: Igor kralj / PIXSELL

Ein Jahr ist seit dem verehrenden Erdbeben in Petrinja vergangen

Kroatiens Präsident Zoran Milanović hat heute ebenfalls die Region Banovina besucht.


 In Sisak besichtigte er ein Wohnhaus, das noch abgerissen werden muss. 


Und in Petrinja traf er sich mit den Bewohnern der Containersiedlung "Sajmište". 


Im Gespräch mit Reportern in Glina kritisierte Milanović offen die langsamen Renovierungsarbeiten.


"Das Schlimmste, was ich hier gesehen habe, ist das Gebäude in Sisaks Viertel "Željezara". Das ist ein großes Gebäude mit etwa 150 Wohnungen. Es ist nicht mehr nutzbar und muss abgerissen werden. Ein ganzes Jahr ist vergangen und die Menschen sind immer noch in den Containersiedlungen. Dieses Gebäude könnte 500 Menschen beherbergen. Es gibt Gemeinden mit so vielen Menschen. Und doch unternimmt niemand etwas oder informiert diese Leute über irgendetwas. Die Stadt Sisak kann dies nicht tun, das ist Sache der Regierung", sagte Milanović.


Auch waren heute Mitglieder der Oppositionspartei MOST in Banovina. Und auch sie kritisierten den Wiederaufbauprozess nach dem Erdbeben.


Nikola Grmoja äußerte: "Obwohl es keine Entschuldigung dafür gibt, können wir bis zu einem gewissen Grad verstehen, dass der Wiederaufbauprozess noch nicht in vollem Gange ist. Aber es ist peinlich, dass es ein ganzes Jahr nach dem Erdbeben noch keinen Plan dafür gibt. Dass die Leute jemanden beim Katastrophenschutz kennen müssen, Minister Medved am Ärmel ziehen oder irgendeine Verbindung haben müssen, um selbst die grundlegendsten Dinge zu bekommen, bzw. um ihre Rechte auszuüben, zu können."



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