Die Stimme Kroatiens

16:40 / 14.04.2022.

Autor: Tonči Petrić

NGO fordert Einhaltung der Einwegkunststoffrichtlinie

Plastikabfall

Plastikabfall

Foto: Tomislav Miletic / Pixsell

Kroatien wird trotz eines gesetzlichen Verbots immer noch mit Einwegkunststoffen überschwemmt, sagte die NGO "Grüne Aktion" am Mittwoch bei einer Protestkundgebung vor dem Wirtschaftsministerium.

Die Aktivisten drängen auf die Einhaltung der EU-Einwegkunststoffrichtlinie von 2019, welche die EU-Mitgliedsstaaten verpflichtet, den Verbrauch von Einwegkunststoffen bis zum 31. Juli des letzten Jahres zu reduzieren.


Aber auch acht Monate nach Ablauf dieser Frist werden in Einzelhandelsgeschäften und Gastronomie in Kroatien immer noch Einwegkunststoffprodukte angeboten, sagte die NGO und bezog sich hierbei auf eine informelle Studie, die von Umweltgruppen durchgeführt wurde und die Einwegkunststoff-Verschmutzung im Land untersuchte.


"Wir haben ein Verbot nach Artikel 17 des Abfallwirtschaftsgesetzes und darunter sind einige der Gegenstände, wie Plastikteller, Einwegbesteck und ähnliche aufgelistet, die nicht mehr auf dem Markt sein sollten. Wir können bezeugen, dass dies im Gesetz drinsteht und trotzdem sehen wir, dass in der Praxis nichts davon eingehalten wird. Wir fordern, dass das Wirtschaftsministerium dringend eine Frist festlegt, um Kunststoffprodukte, die gemäß dem Abfallwirtschaftsgesetz vom Markt ausgeschlossen wurden, nicht mehr in Kroatien vorzufinden sind," sagte Ana-Marija Mileusnić von der NGO "Grüne Aktion".

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