Die Stimme Kroatiens

20:55 / 02.06.2019.

Autor: Martina Perković

Neuer Fond für Opfer von Gewalttaten gegründet

Jelena Veljača aus der Initiative #Rette Mich (Foto: HRT)

Jelena Veljača aus der Initiative #Rette Mich (Foto: HRT)

Foto: - / HRT

Die Initiative #Rette Mich hat gemeinsam mit der Stiftung Solidarna den Fond für Erste Hilfe vorgestellt.

Auf diese Weise wollen sie beispielsweise konkrete wirtschaftliche, rechtliche und psychologische Hilfe leisten und die Gesellschaft ermutigen Gewaltakte zu melden.

Jelena Veljača aus der Initiative Rette Mich betonte, dass der Fond nicht die Arbeit der Regierung übernehmen soll, sondern nur erste Hilfe leisten soll. „Wir beharren weiterhin darauf, dass die Regierung Verantwortung bezüglich häuslicher, geschlechtsspezifischer und sexueller Gewalt übernehmen muss. Wir möchten nicht dort als Ersatz wirken, wo wir denken, dass die Regierung den Opfern und Frauen in der Reha, helfen sollte", erklärte Veljača.

Ivan Blažević von der Solidarna Stiftung sagt, dass die Idee eines Fonds nicht darin besteht, ein öffentliches System zu ersetzen, sondern Menschen, die Gewalt überlebt haben, konkrete und dringende Hilfe zu leisten, und zwar auf Kosten, die die öffentliche Behörden entweder nicht anerkennen oder nicht in schnell genug bearbeiten.

„Der Fond soll nicht das System ersetzen, sondern dort Erste Hilfe leisten wo die Behörden keinen Bedarf sehen oder nicht schnell genug reagieren. Beispielsweise Anwalts- oder Gerichtskosten, Gesundheitskosten oder für die Kosten einer Psychotherapie", erklärte er im Anschluss der Pressekonferenz. Im vergangenen Jahr wurden sogar 11% mehr Straftaten häusliche Gewalt verzeichnet.

Quelle: HRT

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