Die Stimme Kroatiens

08:58 / 08.01.2022.

Autor: Tonči Petrić

Nationaler Zivilschutz verschärft Anti-Corona-Massnahmen

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Foto: Zeljko Lukunic / PIXSELL

Die Omikron-Variante wird laut dem Leiter des kroatischen Gesundheitsamtes, Krunoslav Capak, voraussichtlich der dominierende Virusstamm in Kroatien werden. 

Der nationale Zivilschutz verschärfte demzufolge die Anti-Corona-Maßnahmen. Veranstaltungen im Freien sind auf 50 Personen eingeschränkt, mit einer Covid-Bescheinigung ist die Zahl auf 200 begrenzt. Versammlungen in Innenräumen sind auf 25 Personen begrenzt. Der Arbeitgeber muss das Homeoffice ermöglichen. Auch in Cafés und Restaurants planen Behörden strengere Kontrollen zur Einhaltung der Maskenpflicht und andere Präventivmaßnahmen.


"Zweitens arbeiten wir daran, unsere Kapazitäten für Antigen-Schnelltests auszubauen, damit wir mehr Menschen zum Schnelltest anstelle eines PCR-Testes schicken können. Und auch, dass ein positiver Antigentest als diagnostischer Test anerkannt wird", erklärte Krunoslav Capak.


Situation in der Gespanschaft Split-Dalmatien


"Die Gespanschaft Split-Dalmatien hat die niedrigste Impfrate in Kroatien und verzeichnet einen sehr starken Zustrom an Covid-Neuinfektionen. In der Gespanschaft sind nur 53 Prozent der Erwachsenen geimpft. Das Klinikum Split spürt den Druck. Zusätzliche COVID-Betten wurden bereits eingerichtet und Operationen, die keine Notfälle darstellen, werden verschoben. Ein Großteil des Krankenhauspersonals ist zudem an Covid-19 erkrankt.


"Nach Split kommt eine Unterstützung von 8 Krankenschwestern, die außerhalb der Stadt Split kommen und 10 Krankenschwestern aus unserem örtlichen Gesundheitszentrum, die auf unserer Intensivstation für respiratorische Infekte arbeiten werden", sagte der Leiter des Klinikums Split Prof. Dr. Julije Meštrović.


"Das Krankenhaus in Šibenik erlebt derzeit das schlimmste Szenario, vor dem Ärzte gewarnt haben: Alle Beatmungsgeräte für Covidpatienten sind belegt! Wenn das Krankenhaus weitere Patienten mit schweren Symptomen aufnehmen muss, werden diese zur Behandlung in andere Städte verlegt.


Situation in der Gespanschaft Šibenik-Knin


Der Leiter des Klinikums der Gespanschaft Šibenik-Knin Kristijan Stipaničev erläuterte: "Wir stehen in regelmäßigen Kontakt mit dem Regionalkoordinator, Prof. Meštrović in Split. Wir stimmen uns mit ihm ab, wie viele Patienten er aufnehmen kann. Wenn das nicht möglich ist, müssen wir es in Nordkroatien versuchen, wo die Situation noch besser ist als in Dalmatien."


Am Montag nach der Winterpause sollen die Schüler wieder in die Klassenzimmer zurückkehren. Schüler ab der fünften Klasse und höher müssen eine Atemschutzmaske tragen, unabhängig von der sozialen Distanz. Bildungsminister Radovan Fuchs sagte, dass die Impfrate bei Pädagogen gestiegen ist. Im gesamten Bildungssystem liege sie auf 71 Prozent, bei wissenschaftlichen Einrichtungen und Hochschulen bei fast 90 Prozent, erklärte Fuchs.

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